Der Windkraftanlagenbauer aus Hamburg liefert Zahlen, die aufhorchen lassen. Mit 10,2 Gigawatt Auftragseingang im Gesamtjahr 2025 knackt Nordex alle bisherigen Rekorde – ein Plus von 22,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dazu kommt ein strategischer Rahmenvertrag mit Verbund über bis zu 700 Megawatt bis 2030. Die operative Story stimmt, doch nach einer Kursvervielfachung in zwei Jahren stellt sich die Frage: Wie viel Wachstum ist bereits eingepreist?

Auftragsbücher so voll wie nie

Die nackten Zahlen sprechen eine klare Sprache:

  • 10,2 GW Auftragseingang 2025 (+22,5% zum Vorjahr)
  • 3,6 GW allein im vierten Quartal
  • Durchschnittspreis: 0,89 Mio. Euro pro Megawatt
  • 32% Marktanteil in Deutschland bei Neuinstallationen

Besonders bemerkenswert: Nordex hält das Preisniveau stabil. Der durchschnittliche Verkaufspreis von 0,89 Millionen Euro pro Megawatt zeigt, dass das Unternehmen Wachstum nicht mehr durch Preisdumping erkauft. Diese Preisdisziplin ist entscheidend für die künftige Profitabilität.

Verbund-Deal sichert Pipeline bis 2030

Der kürzlich verkündete Rahmenvertrag mit der VERBUND Green Power GmbH hat strategisches Gewicht. Bis zu 105 Windenergieanlagen der neuesten Generation können bis 2030 geliefert werden – verteilt auf Österreich, Deutschland, Spanien, Italien, Rumänien und Albanien. Das Volumen von bis zu 700 Megawatt deckt rund die Hälfte der geplanten Windkraft-Pipeline von Verbund ab.

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Diese langfristige Bindung verschafft Nordex Planungssicherheit in den europäischen Kernmärkten und eine stabile Grundauslastung für die kommenden Jahre.

Marktführer im Heimatmarkt

In Deutschland festigt Nordex seine Spitzenposition. 285 neue Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1.647 Megawatt gingen 2025 ans Netz – Marktanteil: 32 Prozent. Diese Dominanz zahlt doppelt ein: Neben dem Anlagenverkauf bietet der große installierte Bestand eine solide Basis für das margenstarke Service-Geschäft.

Bewertung nach Kursexplosion

Die Nordex-Aktie hat sich in zwei Jahren mehr als verdreifacht. Bei Kursen um 31 Euro bewegt sich das Papier weiterhin deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt. Analysten zeigen sich gespalten: Jefferies sieht mit einem Kursziel von 38 Euro weiteres Potenzial, während Kepler Cheuvreux auf "Hold" steht. Der Konsens: Die operative Turnaround-Story ist intakt, aber viele positive Entwicklungen sind bereits im Kurs reflektiert.

Die zentrale Frage für Anleger lautet nun: Kann Nordex den prall gefüllten Auftragsbestand effizient in profitablen Umsatz umwandeln? Die kommenden Quartalsberichte werden zeigen, ob der Konzern die Erwartungen erfüllen kann, die der aktuelle Kurs bereits einpreist.

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