Nach einer drastischen Kürzung der Dividende gerät FS KKR Capital ins Visier der Justiz. Die US-Kanzlei Pomerantz prüft derzeit Klagen wegen mutmaßlichen Wertpapierbetrugs, nachdem ein signifikanter Teil des Kreditportfolios keine Zinserträge mehr abwirft. Für Anleger stellt sich nun die Frage, ob das Management die Verschlechterung der Vermögenswerte rechtzeitig und transparent kommuniziert hat.

Notleidende Kredite belasten Ausschüttung

Der Auslöser für die rechtliche Prüfung war die Entscheidung vom 26. Februar 2026, die Quartalsausschüttung von 0,70 US-Dollar auf 0,48 US-Dollar pro Aktie zu senken. Hintergrund sind sogenannte „Non-Accruals“: Kredite im Wert von rund 440 Millionen US-Dollar – etwa 3,4 Prozent des Gesamtportfolios – wurden zum Ende des Geschäftsjahres 2025 als notleidend eingestuft. Das bedeutet, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen, was den Spielraum für Ausschüttungen direkt einschränkt.

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Druck auf die Muttergesellschaft

Die Probleme auf Fondsebene belasteten auch die Muttergesellschaft KKR & Co. Inc. Unmittelbar nach Bekanntgabe der Dividendenkürzung und der Portfolio-Probleme verzeichnete die KKR-Aktie Ende Februar einen Kursrückgang von über neun Prozent. Dabei verlief das restliche Geschäft der Muttergesellschaft operativ erfolgreich: Mit einem Rekord-Fundraising von 129 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 und strategischen Zukäufen wie dem Sport-Investor Arctos zeigt sich die breitere Organisation eigentlich robust. Dennoch reagierte der Markt empfindlich auf die Schwäche im Kreditportfolio der Tochter.

Rechtliche Prüfung und Marktumfeld

Die Untersuchung der Kanzlei Pomerantz konzentriert sich auf den Vorwurf, das Unternehmen habe durch unzureichende Offenlegungen ein falsches Bild der finanziellen Gesundheit vermittelt. FS KKR Capital steht mit diesen Herausforderungen jedoch nicht allein. Im Sektor der Private-Credit-Anbieter und Real Estate Investment Trusts (REITs) ist derzeit eine erhöhte Volatilität zu beobachten. Auch Wettbewerber wie Franklin Street Properties mussten zuletzt ihre Dividenden aussetzen, was auf einen breiteren Stress im Sektor hindeutet.

Der Fokus der Marktteilnehmer liegt nun auf der möglichen Einbringung der 440 Millionen US-Dollar an notleidenden Vermögenswerten. Ob die reduzierte Dividende von 0,48 US-Dollar nachhaltig ist, hängt maßgeblich davon ab, ob weitere Ausfälle im Portfolio verhindert werden können. Mit einem Kursrückgang von knapp 28 Prozent seit Jahresbeginn notiert die Aktie mit 9,19 Euro nur noch knapp über ihrem jüngsten 52-Wochen-Tief.

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