Der Windanlagenbauer Nordex hat in den vergangenen Wochen eine beeindruckende Aufholjagd auf dem Börsenparkett hingelegt. Doch nun gießt ein prominentes Analysehaus Wasser in den Wein und stuft die Papiere ab. Haben die Anleger die positiven operativen Nachrichten bereits vollständig eingepreist?

Kursziel bereits übertroffen

Die US-Investmentbank Bernstein Research hat ihre Kaufempfehlung für den Windturbinenhersteller gestrichen. Analystin Deepa Venkateswaran senkte die Einstufung von „Buy“ auf „Neutral“, beließ das Kursziel aber unverändert bei 40,00 Euro. Als Hauptgrund nannte die Expertin das begrenzte Aufwärtspotenzial nach den jüngsten Kursgewinnen. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 41,66 Euro notiert das Papier tatsächlich bereits über dem anvisierten Zielwert der Analysten. Die rasante 12-Monats-Performance von über 175 Prozent verdeutlicht eindrücklich, wie viel Optimismus mittlerweile im Kurs steckt.

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Starke Zahlen als Treiber

Die Basis für diese steile Aufwärtsbewegung lieferten die jüngsten Geschäftszahlen. Ende Februar präsentierte das Management für das Jahr 2025 einen Umsatz von 7,6 Milliarden Euro bei einer operativen Marge (EBITDA) von 8,4 Prozent. Besonders ein starkes Schlussquartal mit einer Marge von über 12 Prozent überzeugte die Märkte. Entsprechend selbstbewusst fiel die Prognose für 2026 aus: Das Unternehmen erwartet Erlöse in der Spanne von 8,2 bis 9,0 Milliarden Euro und peilt mittelfristig eine operative Marge von 10 bis 12 Prozent an.

Auftragsbücher füllen sich

Parallel zu den soliden Finanzen untermauert das Projektgeschäft die Wachstumsstory. Anfang März meldete das Unternehmen einen Neuauftrag über 56 Megawatt für den Windpark Wippershainer Höhe in Hessen. Dieser Kontrakt umfasst zudem einen lukrativen Premium-Wartungsvertrag über 20 Jahre. Das heimische Geschäft wird dabei durch internationale Erfolge flankiert. In Kanada sicherte sich der Konzern ein 200-Megawatt-Projekt, bei dem speziell mit Anti-Icing-Systemen ausgerüstete Anlagen für kalte Klimazonen zum Einsatz kommen werden.

Die operativen Fortschritte rechtfertigen die jüngste Kursentwicklung grundsätzlich. Die Herabstufung durch Bernstein Research verdeutlicht jedoch, dass die hervorragenden Perspektiven nun in der Bewertung angekommen sind. Solange die Aktie deutlich über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 34,60 Euro notiert, bleibt der charttechnische Aufwärtstrend völlig intakt. Um allerdings ein nachhaltiges Kurspotenzial weit jenseits der 42-Euro-Marke zu generieren, wird das Unternehmen in den kommenden Quartalen frische fundamentale Impulse liefern müssen, die über die bereits erhöhten Prognosen hinausgehen.

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