Nordex liefert nicht nur neue Turbinen – der Hersteller verankert das Geschäft immer stärker in langfristigen Service-Erlösen. Ein neuer Auftrag aus Deutschland zeigt genau dieses Muster. Und er kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen nach einem Rekordjahr 2025 die Messlatte für 2026 bewusst hoch hängt.

Neuer Auftrag – und der wichtigere Zusatz

Qualitas Energy Deutschland hat Nordex einen Auftrag über 56 MW erteilt. Für den Windpark „Wippershainer Höhe“ in Hessen liefert Nordex acht Anlagen, die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 geplant.

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Entscheidender als die reine Megawatt-Zahl ist der zweite Teil des Deals: Nordex sicherte sich einen Premium-Wartungsvertrag über 20 Jahre. Dieses Servicegeschäft gilt als margenstark und bringt wiederkehrende, planbare Einnahmen – ein Puffer gegen die typischen Schwankungen im Projektgeschäft. Genau diese Kopplung aus Neugeschäft plus langfristigem Service wird im Quelltext als Treiber der Ergebnisverbesserung beschrieben.

Rekordjahr 2025 als Rückenwind

Operativ hat Nordex 2025 deutlich zugelegt. Der Umsatz stieg auf 7,6 Milliarden Euro. Die EBITDA-Marge sprang von 4,1 auf 8,4 Prozent und damit auf mehr als das Doppelte. Gleichzeitig wuchs der Auftragsbestand auf 16,1 Milliarden Euro. Im Quelltext wird zudem ein starker Free Cashflow sowie eine Netto-Liquiditätsposition von über 1,6 Milliarden Euro genannt.

Auch der Auftragseingang im vierten Quartal fiel kräftig aus: Die Bestellungen lagen bei knapp 3,6 GW, rund 9,2 Prozent über Vorjahr. Der Wert des Auftragseingangs stieg um knapp zehn Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro, bei laut Unternehmen stabilem Preisumfeld.

Ziele 2026 und Kapitalrückfluss ab 2027

Für 2026 plant Nordex einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro. Das entspräche 9 bis 19 Prozent Wachstum gegenüber 2025. Die EBITDA-Marge sieht das Management in einer Bandbreite von 8 bis 11 Prozent. Mittelfristig soll die Marge über den Zyklus auf 10 bis 12 Prozent steigen.

Zusätzlich setzt Nordex ein neues Signal für Aktionäre: Ab 2027 ist eine Mindestausschüttung von 50 Millionen Euro pro Jahr angekündigt – wahlweise als Dividende oder Aktienrückkauf. Damit würde es erstmals in der Börsengeschichte des Unternehmens direkte, planbare Rückflüsse geben.

An der Börse blieb die Bewegung zuletzt dennoch nicht nur einseitig: Am Freitag schloss die Aktie bei 40,84 Euro (-3,31%). Auffällig ist dabei der Spagat aus kurzfristiger Schwäche und starkem Gesamtbild: Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 35,86% zu Buche, auf 12 Monate sogar 157,18%. Der Kurs liegt rund 5,81% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 43,36 Euro, während der RSI bei 32,0 zuletzt eher auf eine abgekühlte Momentum-Lage hindeutet.

Zum nächsten harten Prüfstein wird der 27. April 2026: Dann legt Nordex den Quartalsbericht vor – und liefert damit die ersten konkreten Hinweise, ob Umsatzkorridor und Margenziele für 2026 auf Kurs sind.

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