Die Nachrichtenlage bei Nordex verbessert sich derzeit fast täglich. Nach einem massiven 508-Megawatt-Deal in Kanada legte der Windkraftanlagenbauer gestern direkt mit einem Großauftrag im deutschen Heimatmarkt nach. Diese geballte operative Stärke ruft nun Analysten auf den Plan und wirft für Anleger die Frage auf: Reicht die Dynamik für einen dauerhaften Ausbruch über die jüngsten Hochs?

  • Schlusskurs: 31,84 €
  • Performance 12 Monate: +168,47 %
  • Neues Kursziel: 36,00 € (MWB Research)
  • Neuer Auftrag: 224 Megawatt (UKA, Deutschland)

Strategischer Erfolg im Heimatmarkt

Der langjährige Partner UKA (Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH & Co. KG) hat verbindliche Bestellungen für insgesamt 33 Turbinen der Delta4000-Serie platziert. Die Anlagen des Typs N175/6.X sind für neun Windparks in Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Brandenburg vorgesehen.

Für die langfristige Bewertung des Unternehmens ist ein Detail besonders entscheidend: Der Abschluss beinhaltet einen Premium-Service-Vertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Dies sichert Nordex nicht nur den Umsatz durch den Verkauf der Hardware, sondern auch wiederkehrende Einnahmen mit attraktiven Margen über zwei Jahrzehnte. Die Installation auf 179 Meter hohen Hybridtürmen unterstreicht zudem den Fokus auf Effizienz an Binnenlandstandorten.

Nordamerika als neuer Treiber

Die Kombination aus dem Kanada-Auftrag zum Wochenstart und dem gestrigen Erfolg in Deutschland veranlasste das Analysehaus MWB Research zu einer sofortigen Neubewertung. Analyst Leon Mühlenbruch hob das Kursziel von 33 auf 36 Euro an und bestätigte das "Buy"-Rating.

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Die Begründung stützt sich vor allem auf die geografische Diversifizierung: Nordamerika entwickle sich zu einem "neuen, starken Wachstumsmotor", der das europäische Kerngeschäft ergänze. Der Markteintritt der N175/6.X-Turbine in Kanada wird dabei als strategischer Meilenstein gewertet.

Ausbruch aus der Konsolidierung

An der Börse sorgte der News-Flow für spürbaren Auftrieb. Die Aktie beendete den gestrigen Handel bei 31,84 Euro und notiert damit nur noch knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 33,32 Euro. Mit einem Kursplus von über 168 Prozent auf Jahressicht gehört das Papier zu den stärksten Titeln im Sektor.

Marktbeobachter werten die erneute Bestellung von UKA als Beleg für die Zuverlässigkeit der neuen Turbinengeneration. Fundamental wird die positive Stimmung durch die Erwartung eines starken Schlussquartals 2025 gestützt. Prognosen gehen davon aus, dass der Auftragseingang im vierten Quartal die Marke von 3,3 Gigawatt erreichen könnte.

Mitte Januar wird sich zeigen, ob die fundamentalen Daten die Vorschusslorbeeren rechtfertigen. Dann veröffentlicht Nordex die detaillierten Auftragszahlen für das vierte Quartal 2025. Sollte hier die Marke von 30 Euro als Unterstützung halten und sich der Auftragseingang wie prognostiziert bestätigen, wäre der Weg in Richtung des neuen Kursziels von 36 Euro charttechnisch und fundamental geebnet.

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