Nordex Aktie: Erfolgsrezept aufgegangen!
Nordex startet mit vollen Auftragsbüchern ins neue Jahr. Nach einem Rekordjahr 2025 setzt der Windanlagenbauer seine Serie an Großaufträgen im Januar 2026 nahtlos fort – inklusive eines weitreichenden Rahmenvertrags mit VERBUND. Reicht diese Dynamik, um den starken Kursanstieg der vergangenen Monate zu untermauern?
Die Fakten im Überblick
- Rekord-Auftragseingang 2025: 10,2 GW, +22,5 % gegenüber Vorjahr
- Q4/2025: 3.552 MW neue Bestellungen, Auftragswert 3,175 Mrd. Euro
- Marktführer in Deutschland bei Neuinstallationen, >31 % Marktanteil
- Mehrjähriger Rahmenvertrag mit VERBUND über bis zu 700 MW bis 2030
- Platz 25 im Corporate Knights Global 100 Nachhaltigkeitsranking
- Aktie auf 52-Wochen-Hoch bei 33,46 Euro, rund 191 % Plus in 12 Monaten
Am Freitag schloss die Aktie bei 33,46 Euro – das ist zugleich das 52-Wochen-Hoch und entspricht einem Anstieg von rund 191 % binnen eines Jahres. Damit notiert der Titel rund 44 % über dem 200-Tage-Durchschnitt, was die starke Rally der vergangenen Monate unterstreicht. Der RSI von 32 signalisiert dabei eher eine abgekühlte, nicht überhitzte Marktlage.
Rekordjahr 2025: Volle Bücher, stabile Preise
2025 hat Nordex beim Auftragseingang die eigene Messlatte deutlich höher gelegt. Insgesamt summierten sich die Bestellungen auf 10.214 MW, ein Plus von 22,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Treiber war vor allem ein starkes viertes Quartal:
- Auftragsvolumen Q4/2025: 3.552 MW
- Auftragswert Q4/2025: 3,175 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,889 Mrd. Euro)
- Bestellte Turbinen Q4: 577 Anlagen in 12 Ländern
Wichtig ist dabei nicht nur die Menge, sondern auch die Preisqualität. Mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von rund 0,91 Mio. Euro je MW blieb das Niveau stabil. Im vierten Quartal lag der Durchschnitt bei 0,89 Mio. Euro je MW – trotz höherer Nachfrage. Das deutet darauf hin, dass Nordex seine Produkte ohne nennenswerte Preiszugeständnisse platzieren kann.
Zu den Hauptmärkten im Schlussquartal zählten Deutschland, Kanada und Frankreich. Die breite regionale Aufstellung reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Ländern und macht die Auftragslage robuster.
Marktführerschaft in Deutschland gefestigt
Auf dem wichtigen Heimatmarkt hat Nordex seine Position weiter ausgebaut. Laut Fachagentur Windenergie an Land wurden 2025 in Deutschland:
- 285 Turbinen von Nordex installiert
- Gesamtleistung: rund 1.647 MW
- Marktanteil bei Neuinstallationen: über 31 %
Damit bleibt Nordex im zweiten Jahr in Folge Marktführer bei Neuinstallationen. Bei insgesamt 5.232,5 MW Neuinstallationen in Deutschland ist ein Anteil von mehr als 31 % ein klares Signal: Projektierer greifen verstärkt auf die Technik des Unternehmens zurück. Das stärkt nicht nur das Image, sondern schafft auch eine gute Ausgangsbasis für Folgeaufträge und Serviceumsätze.
Rahmenvertrag mit VERBUND: Pipeline bis 2030
Ein strategisch wichtiger Schritt ist der Mitte Januar 2026 geschlossene Rahmenvertrag mit VERBUND Green Power. In Madrid unterzeichneten Nordex-CEO José Luis Blanco und VERBUND-Manager Dietmar Reiner eine Vereinbarung über bis zu 700 MW Turbinenkapazität bis 2030.
Der Vertrag umfasst potenziell bis zu 105 Onshore-Anlagen für Projekte in sechs europäischen Ländern:
- Österreich
- Deutschland
- Spanien
- Italien
- Rumänien
- Albanien
Die 700 MW würden rund 50 % der Wind-Projekt-Pipeline von VERBUND Green Power abdecken. Bereits Ende 2025 hatte Nordex einen ersten Auftrag für neun N175/6.X-Turbinen in Rumänien erhalten – der Rahmenvertrag knüpft nun direkt daran an und sichert einen langfristigen Zugang zu einem wichtigen Kunden.
Solche Vereinbarungen erhöhen die Sichtbarkeit zukünftiger Auslastung. Für einen kapitalintensiven Anlagenbauer ist das ein wesentlicher Faktor bei Planung, Produktion und Kapazitätsausbau.
Nachhaltigkeit und Sichtbarkeit: Auftritt in Davos
Beim World Economic Forum in Davos (19.–23. Januar 2026) war Nordex durch CEO José Luis Blanco vertreten. Dort wurde auch das Corporate Knights Global 100 Ranking präsentiert, in dem das Unternehmen Platz 25 unter den weltweit 100 nachhaltigsten Konzernen belegt.
Diese Einstufung zahlt auf die Wahrnehmung als nachhaltiger Industrieplayer ein. Gerade bei Infrastrukturprojekten im Energiebereich kann ein starkes Nachhaltigkeitsprofil helfen, Regulierer, Investoren und Projektpartner zu überzeugen.
Starker Jahresauftakt: Auftragswelle im Januar
Die Dynamik aus 2025 setzt sich im neuen Jahr fort. Allein in den ersten drei Januarwochen 2026 meldete Nordex neue Aufträge in mehreren Kernmärkten:
- 508 MW in Kanada, inklusive erster Bestellung für N175/6.X-Turbinen
- 414 MW in Frankreich, Belgien und Portugal (78 Turbinen für 15 Projekte)
- 246 MW in Spanien (38 Turbinen in mehreren Regionen)
- 224 MW in Deutschland (33 N175/6.X-Turbinen für UKA-Projekte)
Die Lieferungen der Turbinen sind überwiegend für 2027 geplant. Das zeigt, wie weit der Auftragsvorlauf inzwischen reicht. Zusätzlich zu den Turbinenverkäufen beinhalten alle Aufträge mehrjährige Service- und Wartungsverträge – ein Bereich, der erfahrungsgemäß margenträchtiger und planbarer ist als das reine Projektgeschäft.
Mit Blick auf die Kursentwicklung ist die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten stark gelaufen: +10,6 % seit Jahresbeginn, fast +4 % in den letzten sieben Tagen und knapp 191 % auf Jahressicht. Der Kurs liegt rund 12,5 % über dem 50-Tage-Durchschnitt und gut 44 % über der 200-Tage-Linie – ein deutliches Zeichen für einen etablierten Aufwärtstrend, der aktuell eher von Fundamentaldaten als von kurzfristigen Übertreibungen getragen wirkt.
Fazit: Wachstum unterlegt den Kursanstieg
Nordex verbindet derzeit mehrere positive Stränge: einen Rekord-Auftragseingang 2025, die gesicherte Marktführerschaft in Deutschland, einen bis 2030 reichenden Rahmenvertrag mit VERBUND und eine anhaltende Auftragswelle zum Jahresstart 2026. Die stabile Preisgestaltung und der Ausbau des Servicegeschäfts ergänzen das Bild eines Unternehmens, das vom globalen Ausbau der Windenergie klar profitiert.
Der aktuelle Kurs auf Rekordniveau spiegelt diese Entwicklung bereits zu einem guten Teil wider, wird aber durch die volle Pipeline und den hohen Auftragsvorrat fundamental gestützt. Entscheidend für die nächsten Monate wird sein, ob Nordex die starke Nachfrage effizient in Umsatz und Ergebnis umsetzen kann – die Grundlage dafür ist mit den jüngsten Meldungen jedenfalls gelegt.
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