Der Windkraftanlagen-Hersteller legt beeindruckende Zahlen vor: Im vierten Quartal 2025 kletterte der Auftragseingang auf 3,6 Gigawatt – ein Plus von 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aufs Gesamtjahr gerechnet erreichte Nordex mit 10,2 Gigawatt einen absoluten Rekord, 22,5 Prozent mehr als 2024. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt, 547 Windenergieanlagen für Projekte in zwölf Ländern wurden allein im Schlussquartal bestellt. Deutschland, Kanada und Frankreich lieferten den Löwenanteil.

Doch die Börse reagiert verhalten. Die Aktie verlor nach Bekanntgabe der Zahlen knapp ein Prozent und notiert aktuell bei rund 32 Euro. Seit Jahresbeginn steht zwar ein Plus von elf Prozent zu Buche – nach einem ohnehin starken 2025. Trotzdem: Bei solchen Auftragszahlen hätten viele Anleger wohl mehr erwartet.

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Stabile Preise – aber keine Margenfantasie

Ein Grund für die gedämpfte Reaktion dürfte im Preisumfeld liegen. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Megawatt Leistung blieb im vierten Quartal bei 0,89 Millionen Euro – exakt auf Vorjahresniveau. Aufs Gesamtjahr gerechnet stieg der Wert nur minimal von 0,90 auf 0,91 Millionen Euro, was Nordex vor allem auf unterschiedliche Projektgrößen und regionale Mixeffekte zurückführt.

Die Preise bleiben also stabil, aber sie ziehen nicht an. Für die Marge bedeutet das: kein zusätzlicher Spielraum. Der Wert des Auftragseingangs kletterte im vierten Quartal um knapp zehn Prozent auf 3,2 Milliarden Euro – im Einklang mit dem Volumenwachstum, aber ohne Preispower.

Pipeline voll – aber wann folgt das Ergebnis?

Jefferies-Analyst Constantin Hesse attestiert Nordex einen sehr starken Jahresabschluss. Eine Abkühlung der Dynamik sei nicht erkennbar. Die Pipeline ist tatsächlich gefüllt, die nächsten Jahre gut sichtbar. CEO Jose Luis Blanco bezeichnet den Auftragsbestand zum Jahresende als "solide" und als stabile Grundlage für die Zukunft.

Doch Anleger fragen sich: Wann schlägt sich das volle Auftragsbuch auch in steigenden Gewinnen und Cashflows nieder? Der Markt bleibt von politischen Debatten und Genehmigungshürden geprägt. Nordex zeigt Wachstum, aber die Bewertungsfantasie scheint begrenzt – zumindest vorerst. Die Aktie ist damit klar im Wartemodus: Starke Zahlen allein reichen offenbar nicht mehr.

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