Geopolitische Spannungen im Nahen Osten wirbeln den Energiesektor durcheinander und zwingen Analysten zu massiven Neubewertungen. Während die Aussicht auf steigende Rohölpreise die Gewinnprognosen nach oben treibt, rückt eine spezifische geografische Abhängigkeit von TotalEnergies in den Fokus. Kann der Konzern von der aktuellen Verknappung profitieren, ohne an der Blockade der Straße von Hormus zu scheitern?

Goldman Sachs hebt Kursziel an

Die US-Investmentbank Goldman Sachs reagierte am Montag auf die jüngsten Entwicklungen und hob das Kursziel für TotalEnergies von 60 auf 68 Euro an. Analyst Michele della Vigna bestätigte in seiner Sektorstudie jedoch die Einstufung „Neutral“. Hintergrund der Anpassung sind drastisch verschobene Preiserwartungen am Terminmarkt.

Die Bank simuliert in ihrem Modell einen einmonatigen Totalausfall der Lieferungen in der Krisenregion. Für das Jahr 2026 führt dies laut der Studie zu einer drastischen Korrektur: Die Schätzungen für den Gewinn je Aktie (EPS) im europäischen Sektordurchschnitt kletterten um 55 Prozent.

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Hohe Abhängigkeit als Risikofaktor

Trotz der Gewinnaussichten bleibt das physische Risiko für TotalEnergies überproportional hoch. Mit rund 24 Prozent der Gesamtproduktion weist der französische Konzern die höchste Abhängigkeit vom Transit durch die Straße von Hormus unter den europäischen Branchenvertretern auf. Wettbewerber wie BP (12 Prozent) oder Shell (7 Prozent) sind deutlich geringer exponiert.

Marktbeobachter geben zudem zu bedenken, dass ein zu rapider Preisanstieg mittelfristig die Nachfrage zerstören könnte. Eine nachhaltige Erholung der Ölflüsse setzt voraus, dass sich die Sicherheitslage für die Schifffahrt im Persischen Golf grundlegend verbessert.

Diversifizierung und Marktlage

Parallel zum volatilen Ölgeschäft treibt das Unternehmen seine Neuausrichtung voran. Erst Anfang März verkaufte TotalEnergies einen 50-prozentigen Anteil an einem deutschen Batteriespeicher-Portfolio an Allianz Global Investors, um verstärkt in die europäische Energieinfrastruktur zu investieren.

An der Börse spiegelte sich der Optimismus zuletzt deutlich wider: Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von rund 20,5 Prozent. Mit einem Schlusskurs von 68,05 Euro am Montag hat die Aktie das neue Kursziel von Goldman Sachs bereits erreicht. Da der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 40 derzeit keine Überhitzung anzeigt, bleibt der Fokus der Anleger auf der weiteren Entwicklung der Blockade und deren Auswirkungen auf die kommenden Quartalszahlen gerichtet.

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