Nokia gerät am Donnerstag unter die Räder, obwohl die Aktie erst am Vortag ein Analyst-Upgrade erhalten hatte. Der Kurs brach um 4,42 Prozent auf 6,49 US-Dollar ein und löschte damit die Gewinne der vorangegangenen Sitzung komplett aus. Der Grund für den Absturz liegt nicht im Unternehmen selbst, sondern in einer Welle geopolitischer Unsicherheit, die den gesamten Technologiesektor erfasst hat.

Kepler Cheuvreux setzt auf Erholung

Nur einen Tag vor dem Kursrutsch hatte Kepler Cheuvreux die Aktie von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Die Analysten begründeten ihre Entscheidung mit drei konkreten Erwartungen: Sie rechnen mit einer spürbaren Erholung der Verkaufsmengen in den kommenden Jahren. Zudem sollen sich die Margen verbessern, sobald sich der globale Markt für Netzwerkausrüstung stabilisiert. Das Kursziel setzten die Analysten bei 6,60 Euro (rund 7,00 US-Dollar) an – was vom damaligen Kursniveau aus einem Potenzial von etwa 19 Prozent entspräche.

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Die Bewertung mit dem 13-Fachen des geschätzten EBIT für 2026 hält Kepler Cheuvreux für attraktiv. Für den adressierbaren Markt von Nokia erwarten die Analysten bis 2028 ein durchschnittliches Wachstum von fünf Prozent pro Jahr.

Geopolitik schlägt Fundamentaldaten

Die positive Analystensicht verpuffte jedoch am Donnerstag weitgehend wirkungslos. Eskalierende geopolitische Spannungen lösten eine breite Flucht aus Technologie- und Telekom-Werten aus. Nokia eröffnete bei 6,60 US-Dollar, erreichte kurzzeitig 6,61 US-Dollar, bevor Verkäufer das Kommando übernahmen. Das Unternehmen ist finanziell solide aufgestellt – die Bilanz weist liquide Mittel und kurzfristige Investments von über 6,6 Milliarden US-Dollar aus. Doch in einem "Risk-Off"-Umfeld zählten diese Fakten wenig.

Zwischen Upgrade und Verunsicherung

Die Aktie steht nun vor dem Wochenende in einer schwierigen Lage. Das KGV von rund 24 zeigt, dass Investoren bereits künftiges Wachstum eingepreist haben – was die Aktie anfällig für Rücksetzer macht. Die Marke von 6,50 US-Dollar ist technisch bedeutsam und wurde am Donnerstag unterschritten. Sollten die geopolitischen Sorgen anhalten, dürften weitere Unterstützungszonen getestet werden. Die fundamentale These von Kepler Cheuvreux zur Stabilisierung des 5G-Zyklus steht dem gegenüber – doch kurzfristig dominiert die Verunsicherung das Geschehen.

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