Nike Aktie: Turnaround rückt in Ferne
Der Sportartikelhersteller Nike hat im dritten Geschäftsquartal 2026 eigentlich solide Zahlen geliefert und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Ein überraschend schwacher Ausblick auf das Schlussquartal machte diese positiven Signale jedoch sofort zunichte. Während der Heimatmarkt in Nordamerika wieder wächst, bereiten anhaltende Schwächen in China und steigende Zölle dem Management erhebliche Kopfschmerzen.
Verschiebung der Vertriebskanäle
Auf den ersten Blick lesen sich die Ergebnisse für das Ende Februar abgelaufene Quartal durchaus erfreulich. Der Umsatz stagnierte zwar bei 11,28 Milliarden US-Dollar, lag damit aber über den Schätzungen. Auch der Gewinn je Aktie übertraf mit 0,35 US-Dollar den Konsens deutlich. Interessant ist die strategische Entwicklung der Vertriebswege: Während das Direktkundengeschäft um vier Prozent schrumpfte, legten die Großhandelsumsätze um fünf Prozent zu. Zudem kehrte der wichtigste Markt Nordamerika mit einem Plus von drei Prozent auf den Wachstumspfad zurück. Ein massiver Einbruch von 35 Prozent bei der Marke Converse trübte das Gesamtbild auf der Umsatzseite allerdings ein.
Zölle und China belasten den Ausblick
Verantwortlich für den nachbörslichen Kursrutsch von über acht Prozent war primär der Blick nach vorn. Das Management rechnet für das vierte Quartal mit einem Umsatzrückgang von zwei bis vier Prozent. Die Wall Street hatte hier zuvor noch ein leichtes Wachstum von 1,9 Prozent eingepreist. Haupttreiber dieser negativen Revision ist das schwächelnde internationale Geschäft. Besonders in China, wo die Erlöse bereits im dritten Quartal um sieben Prozent sanken, erwartet Nike nun für das Schlussquartal eine drastische Schrumpfung um rund 20 Prozent. Parallel dazu drücken höhere Zölle auf die Profitabilität, was die Bruttomarge im abgelaufenen Quartal bereits um 130 Basispunkte auf 40,2 Prozent drückte.
Langer Atem gefragt
Anleger spüren diese fundamentale Unsicherheit deutlich. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 45,73 Euro notiert das Papier nur denkbar knapp über seinem erst Ende März markierten 52-Wochen-Tief von 44,64 Euro. Die aktualisierte Prognose macht deutlich, dass die Sanierungsbemühungen unter CEO Elliott Hill mehr Zeit beanspruchen werden als anfänglich erhofft. Eine spürbare Ausweitung der Bruttomargen stellt das Management erst für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 in Aussicht.
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