Am Dienstag öffnet der Sportartikelhersteller Nike seine Bücher für das dritte Geschäftsquartal. Die Erwartungen im Vorfeld sind gedämpft, denn Experten rechnen mit einem deutlichen Gewinnrückgang. Während einige Analysten ihre Kursziele nach unten korrigieren, sendet die Chefetage mit eigenen Aktienkäufen ein gegensätzliches Signal.

Düstere Prognosen und geteilte Meinungen

Für das anstehende Quartalsergebnis am 31. März prognostizieren Marktbeobachter einen erheblichen Rückgang. Der Gewinn je Aktie dürfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 45 Prozent auf 0,29 US-Dollar schrumpfen. Auch auf Jahressicht rechnet der Konzern mit Gegenwind: Der Gesamtumsatz für das Geschäftsjahr 2026 wird auf 46,7 Milliarden US-Dollar geschätzt, was einem Minus von rund neun Prozent gegenüber dem Niveau von vor zwei Jahren entspricht.

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Diese Aussichten sorgen bei Analysten für Uneinigkeit. Häuser wie Evercore ISI und die Telsey Advisory Group senkten am Wochenende ihre Kursziele auf 69 beziehungsweise 65 US-Dollar. Andere Experten halten an ihrer optimistischen Haltung fest. Bernstein und Piper Sandler bestätigten erst Ende der Woche ihre Kaufempfehlungen mit Zielen von bis zu 85 US-Dollar. Im Durchschnitt sehen die 33 begleitenden Analysten ein Aufwärtspotenzial von über 40 Prozent.

Schwaches Konsumklima trifft auf Insider-Käufe

Verantwortlich für die verhaltenen Schätzungen ist das schwierige Marktumfeld. Ein schwaches Konsumklima, geprägt von geopolitischen Risiken und steigenden Rohstoffpreisen, belastet den Einzelhandel spürbar. Das spiegelt sich auch im Kursverlauf wider: Die Papiere notieren aktuell exakt auf ihrem 52-Wochen-Tief von 44,64 Euro und haben seit Jahresbeginn über 17 Prozent an Wert verloren.

Ein Lichtblick in der Bilanz war zuletzt das Großhandelsgeschäft, das im Vorquartal um acht Prozent wuchs. CEO Elliott Hill scheint an die langfristige Erholung zu glauben. Ende Dezember investierte der Konzernchef rund eine Million US-Dollar in eigene Aktien und stockte seinen Anteil damit um mehr als sieben Prozent auf. Auch bei den institutionellen Anlegern zeigt sich ein gemischtes Bild aus massiven Zu- und Verkäufen im vierten Quartal.

Die anstehende Präsentation der Zahlen dürfte für erhebliche Bewegung sorgen. Am Optionsmarkt preisen Händler basierend auf aktuellen Daten eine Kursschwankung von knapp sieben Prozent nach der Veröffentlichung ein. Im Fokus der Investoren stehen am Dienstag vor allem konkrete Details zum Bestandsmanagement und erste messbare Erfolge der neuen Markenstrategie unter der Leitung von Elliott Hill.

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