Nike kämpft weiter mit fundamentalen Problemen. Während der Heimatmarkt USA langsam anzieht, bricht das China-Geschäft massiv ein – und die Margen bleiben unter Druck. Am 31. März steht der nächste Zahlentest an, bei dem CEO Elliott Hill zeigen muss, ob seine Restrukturierung greift.

Nordamerika läuft, China bricht weg

Die jüngsten Quartalszahlen zeigen ein gespaltenes Bild. In Nordamerika wuchs der Umsatz um 9 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar – getragen vor allem von der Running-Sparte, die bereits im zweiten Quartal in Folge um 20 Prozent zulegte. Ein Zeichen, dass neue Modelle und Innovationen bei Kunden ankommen.

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Das Problem liegt woanders: In China, dem zweitgrößten Markt, brachen die Erlöse im zweiten Quartal um fast 17 Prozent ein. Im Vorquartal hatte das Minus noch bei 9 Prozent gelegen. CEO Hill hat China zur Top-Priorität erklärt und setzt auf sportthematische Stores, um verlorenes Terrain zurückzugewinnen. Bislang ohne durchschlagenden Erfolg.

Margen unter Dauerdruck

Der Konzern meldete für das zweite Quartal des Geschäftsjahrs 2026 einen Umsatz von 12,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie fiel von 0,78 auf 0,54 Dollar – ein Rückgang von 32 Prozent. Auf Jahressicht sank die Nettomarge von 10 auf 5,4 Prozent, obwohl der Umsatz nur leicht von 50 auf 46,5 Milliarden Dollar nachgab.

Verantwortlich sind zwei Faktoren: die bewusste Bereinigung der Vertriebskanäle und Zollkosten in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar jährlich, was einem Bruttomargendruck von 320 Basispunkten entspricht. In Nordamerika zeigt sich immerhin, dass die Strategie wirkt – trotz 520 Basispunkten Zolldruck fiel die Bruttomarge nur um 330 Basispunkte. Das Geschäft stabilisiert sich also langsam.

Hinzu kommt: Nikes Fokus auf den Direktvertrieb erwies sich als Fehlkalkulation. Kunden kaufen wieder verstärkt über klassische Händler – während Adidas, On Holding und andere Wettbewerber Marktanteile gewinnen.

Bewertung bleibt ambitioniert

Die Aktie notiert bei rund 61 Dollar und damit 22 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Vom Allzeithoch im November 2021 hat der Titel 65 Prozent verloren. Trotz des Kursrückgangs ist die Bewertung nicht günstig: Das KGV auf Basis der diesjährigen Gewinnschätzung liegt bei 39, für das kommende Jahr bei 26.

Analysten erwarten bis zum Geschäftsjahr 2028 ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 3 Prozent und einen Gewinnanstieg von 10 Prozent – sofern Nike seine Vollpreis- und Premium-Strategie durchsetzen und die Handelsbeziehungen stärken kann.

Die Uhr tickt bis zum 31. März

Hill beschreibt den Turnaround als in der „mittleren Phase" befindlich. Die Quartalszahlen am 31. März werden zeigen, ob die laufenden Maßnahmen greifen oder ob die Belastungen aus China und dem Margendruck weiter dominieren. Die FIFA-WM 2026 könnte zusätzlichen Rückenwind bringen – doch bis dahin bleibt die Erholung fragil.

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