Nel ASA bleibt im schwachen Wasserstoffumfeld gefangen. Die Aktie notiert nahe dem Jahrestief, während rückläufige Aufträge und ein gemischtes Zahlenbild den Kurs bremsen. Zugleich treibt das Unternehmen wichtige Investitionen in die nächste Technologiegeneration voran.

Kurs nahe Jahrestief

Im Handel heute liegt die Aktie bei rund 0,19 Euro bzw. 2,24 Norwegischen Kronen und damit in einer engen Spanne knapp über dem 52‑Wochentief von etwa 0,17 Euro. Gegenüber dem Jahreshoch von rund 0,33 Euro zeigt sich die deutliche Korrektur der vergangenen zwölf Monate.

Wesentliche Kennzahlen im Überblick:

  • Aktueller Kurs: ca. 0,191 Euro / 2,24 NOK
  • Tagesveränderung: etwa -0,2 %
  • 52‑Wochenspanne: 0,166–0,334 Euro
  • Erwarteter Termin Q4‑Zahlen: 26. Februar 2026

Die Bewertung spiegelt die anhaltende Skepsis gegenüber dem Wasserstoffsektor und den speziellen Herausforderungen im Unternehmen wider.

Zahlen zu Q3 2025

Die jüngsten Quartalszahlen liefern ein gemischtes Bild. Im dritten Quartal 2025 erzielte Nel Erlöse von 303 Mio. NOK, ein Rückgang um 17 % gegenüber 366 Mio. NOK im Vorjahresquartal.

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Auf Ergebnisebene zeigt sich dagegen eine Verbesserung:

  • EBITDA Q3 2025: -37 Mio. NOK (Vorjahr: -90 Mio. NOK)
  • Nettoergebnis Q3 2025: -85 Mio. NOK (Vorjahr: -115 Mio. NOK)

Die Verluste fallen damit geringer aus als im Vorjahr, was auf striktere Kostenkontrolle hinweist. Belastend wirkt jedoch der deutlich geschrumpfte Auftragsbestand: Der Auftragseingang lag zum Quartalsende bei 984 Mio. NOK, rund 47 % unter dem Vorjahreswert. Diese geringere Visibilität künftiger Erlöse bleibt ein zentrales Thema für den Markt.

Ausbau in Herøya

Operativ treibt Nel den Ausbau seiner Technologieplattform voran. Im Dezember 2025 fasste das Unternehmen den Final Investment Decision (FID) zur Erweiterung des Standorts Herøya in Norwegen. Ziel ist die Industrialisierung der nächsten Generation der druckalkalischen Elektrolyse-Technologie und eine Steigerung der Produktionskapazität in Richtung 1 GW.

Mit dieser Investition soll der sogenannte Levelized Cost of Hydrogen (LCOH) sinken und die Wettbewerbsfähigkeit steigen. Der kommerzielle Start der neuen Plattform ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant, großvolumige Auslieferungen sollen 2027 folgen. Damit verbindet Nel die aktuelle Phase der Ergebnisverbesserung mit einem klaren Technologieschwerpunkt für die kommenden Jahre.

Ausblick auf Q4 und Kursmarken

Für Anleger rückt nun der Q4‑Bericht in den Vordergrund, dessen Veröffentlichung für den 26. Februar 2026 erwartet wird. Dann dürfte besonders im Fokus stehen, ob der Auftragsbestand stabilisiert werden kann und sich der Weg in Richtung EBITDA‑Breakeven fortsetzt.

Kurzfristig bleibt die Aktie sensibel für die Stimmung im Wasserstoffsektor und den Fortschritt beim Ausbau in Herøya. Auf technischer Seite ist die Zone um das 52‑Wochentief eine wichtige Unterstützung: Hält diese Marke, könnte das Papier auf stabilere Fundamentaldaten warten; ein Rutsch darunter würde den bestehenden Abwärtstrend bestätigen und weiteren Verkaufsdruck begünstigen.

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