Nasdaq 100: Vier Verlustwochen in Folge
Der Nasdaq 100 steht unter erheblichem Druck. Ein Cocktail aus steigenden Anleiherenditen, geopolitischen Risiken und einem spektakulären Kurseinbruch bei Super Micro Computer treibt den Index auf seine vierte Verlustwoche in Folge zu.
Super Micro Computer reißt den Sektor mit
Das dominierende Ereignis des Tages ist der Absturz von Super Micro Computer um 27 Prozent. Hintergrund: Das US-Justizministerium hat den Mitgründer des Unternehmens angeklagt — wegen des mutmaßlichen Schmuggels von KI-Chips im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar nach China. Die Anklage löst unmittelbar Befürchtungen vor verschärften Exportkontrollen und Lieferkettenunterbrechungen aus. Nvidia, als direkter Partner von Super Micro, verliert in diesem Sog 1,5 Prozent auf 176,07 US-Dollar.
Weitere Indexschwergewichte verstärken den Abwärtsdruck: Tesla rutscht um 3,2 Prozent ab, nachdem die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA eine Untersuchung zu über 3,2 Millionen Fahrzeugen mit dem „Full Self-Driving"-System ausgeweitet hat. Micron Technology verliert 3,8 Prozent — trotz eines Rekordquartalsberichts. Analysten führen den Rückgang auf Gewinnmitnahmen nach einer starken Rally zurück. CrowdStrike gibt 4 Prozent nach.
Anleiherenditen und Nahost-Risiko belasten
Parallel dazu klettern die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 2025. Auslöser sind Drohnenangriffe auf Energieanlagen in Kuwait, die Inflations- und Stagflationsängste schüren. Steigende Renditen verteuern die Refinanzierungskosten und drücken die Bewertungen wachstumsstarker Technologietitel — ein direkter Belastungsfaktor für den zinssensitiven Nasdaq.
Aus charttechnischer Sicht hat der Index die vielbeachtete 200-Tage-Linie bei 24.850 Punkten klar nach unten verlassen. Dieses Niveau bildet nun einen erheblichen Widerstand. Aktuell testet der Nasdaq 100 die Unterstützungszone zwischen 24.277 und 24.148 Punkten. Ein Schlusskurs darunter würde den Weg zum nächsten Auffangniveau bei 23.979 Punkten öffnen. Der Fear & Greed Index ist auf 16 Punkte eingebrochen und signalisiert „extreme Angst".
Sollte die Unterstützung bei rund 24.100 Punkten zum Handelsschluss nicht halten, dürfte der Druck zu Beginn der nächsten Handelswoche weiter zunehmen — zumal das Nahost-Risiko über das Wochenende kaum abnehmen wird.
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