Während der Aktienkurs noch deutlich unter dem Rekordhoch notiert, schafft Mutares operative Fakten. Pünktlich zum Jahresstart meldet die Beteiligungsgesellschaft den Vollzug einer wichtigen Übernahme in den USA. Die aggressive Expansionsstrategie setzt sich nahtlos fort – doch reicht das für eine nachhaltige Wende im Chart?

Die wichtigsten Fakten:
* Vollzug: Übernahme der Greer Steel Company (Ohio, USA) abgeschlossen
* Zielmarkt: Kaltwalzstahl für die Automobilindustrie
* Pipeline: Gleichzeitiger Exit der italienischen Conexus vereinbart
* Kursreaktion: Aktie stabilisiert sich bei knapp 30 Euro

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Strategische Stärkung in Nordamerika

Mit dem am 2. Januar 2026 vollzogenen Kauf der Greer Steel Company baut die Münchner Holding ihre Präsenz auf dem US-Markt signifikant aus. Das Unternehmen aus Dover, Ohio, gilt als etablierter Anbieter von Kaltwalzstahl und verstärkt künftig das Segment Engineering & Technology.

Der strategische Fit ist offensichtlich: Greer Steel generierte 2024 rund 60 Prozent seines Umsatzes in der Automobilindustrie. Mit einem Produktionsvolumen von über 18.000 Tonnen und 110 Mitarbeitern bringt die neue Tochtergesellschaft substanzielle Fertigungskapazitäten ein. Mutares plant nun klassische Optimierungsmaßnahmen, darunter Investitionen in die Anlagen und eine Neuausrichtung der IT-Systeme (ERP-Carve-out).

Hohe Schlagzahl bei Transaktionen

Die Integration von Greer Steel ist kein Einzelereignis, sondern Teil einer dichten Serie von Abschlüssen rund um den Jahreswechsel. CIO Johannes Laumann hält das Tempo hoch: Erst am 30. Dezember 2025 wurde der Verkauf der italienischen Portfoliogesellschaft Conexus unterzeichnet. Dieser Exit soll im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden und die Renditeziele der Holding stützen.

Hinzu kommen weitere Aktivitäten der letzten Dezemberwochen, darunter Zukäufe in China (HSR und HST) sowie die Vereinbarung zur Übernahme des Gas-Solutions-Geschäfts von Wärtsilä. Diese Dichte an Transaktionen unterstreicht den Anspruch, das Portfolio aktiv zu drehen und Werte zu heben.

Kursfindung und Bewertung

Trotz der operativen Hektik hat sich der Aktienkurs noch nicht vollständig von der Korrektur der letzten Monate erholt. Aktuell notiert das Papier bei 29,80 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 46,00 Euro beträgt damit immer noch rund 35 Prozent.

Technisch deutet der RSI von 37,3 darauf hin, dass der Titel nicht mehr überhitzt ist. Die Aktie kämpft derzeit um die Rückeroberung der 200-Tage-Linie, die bei 30,46 Euro verläuft. Fundamental stützt die Bestätigung der Mittelfristziele das Sentiment: Bis 2028 soll der Konzernumsatz auf 10 Milliarden Euro steigen. Warburg Research sah das Kursziel zuletzt bei 43 Euro, was ein erhebliches Aufholpotenzial impliziert.

Für Anleger wird entscheidend sein, ob die Holding den prognostizierten Nettogewinn von 130 bis 160 Millionen Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 in den kommenden Berichten bestätigen kann.

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