Mutares Aktie: Streiks bedrohen Megadeal
Der Münchener Beteiligungs-Konzern hat soeben seinen größten Deal eingetütet – doch statt Erfolgsparty droht Arbeitskampf. In Spanien formiert sich massiver Widerstand gegen die Übernahmepläne, Gewerkschaften rufen zu mehrtägigen Streiks auf. Bis zu 3.000 Jobs stehen auf dem Spiel.
Eskalation in Cartagena
Die Integration des von SABIC übernommenen Geschäftsbereichs Engineering Thermoplastics beginnt mit einer schweren Belastungsprobe. Im Lexan-1-Werk mobilisieren Arbeitnehmervertreter gegen geplante Massenentlassungen. Die Gewerkschaften haben konkrete Kampfmaßnahmen angekündigt:
Geplante Protestaktionen:
- Warnstreiks am 30. und 31. Januar 2026
- Weitere Arbeitsniederlegungen am 06. und 07. Februar 2026
- Großdemonstration in Cartagena am 03. Februar 2026
Der Kern des Konflikts: Zwischen 350 und 370 direkte Arbeitsplätze stehen zur Disposition. Indirekt könnten bis zu 3.000 Jobs in der Region betroffen sein. Diese Arbeitskämpfe gefährden den reibungslosen Übergang eines Assets, das Mutares erst Mitte Januar als "größten Deal der Unternehmensgeschichte" mit einem Transaktionswert von 450 Millionen US-Dollar kommuniziert hatte.
Analysten vs. operative Realität
Die Diskrepanz zwischen Finanzmarkt-Erwartungen und operativer Wirklichkeit wird deutlich. Warburg Research hatte Anfang Januar das Kursziel noch auf 46 Euro angehoben und zum Kauf geraten. Der aktuelle Kurs von rund 33 Euro zeigt jedoch die Skepsis der Anleger, ob die angepeilten Synergien ohne kostspielige Verzögerungen realisiert werden können. Das Management hatte aus dem Zukauf einen zusätzlichen Jahresumsatz von 2,5 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt.
Sanierungshärte trifft auf Widerstand
Für Mutares wird der Fall zum Härtetest. Der Konzern muss nun unter Beweis stellen, dass er die Restrukturierung auch gegen massiven Widerstand der Belegschaft schnell und kosteneffizient durchsetzen kann. Die nächsten zwei Wochen dürften entscheidend sein: Solange die Situation in Cartagena ungelöst bleibt, ist mit Volatilität zu rechnen. Der erfolgreiche Abschluss des SABIC-Deals ist im Kurs bereits berücksichtigt – die Kosten und Dauer der nun aufflammenden Arbeitskämpfe jedoch nicht.
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