Mit dem Kauf des Engineering-Thermoplastics-Geschäfts von SABIC wagt Mutares den größten Zukauf seiner Geschichte. 450 Millionen US-Dollar Unternehmenswert, 2,5 Milliarden Dollar Jahresumsatz, acht Produktionsstätten, knapp 2.900 Mitarbeitende — das sind Dimensionen, die das Münchner Beteiligungsunternehmen in eine neue Liga katapultieren.

Ein neues Standbein entsteht

Bislang kannten Investoren Mutares vor allem als Turnaround-Spezialisten in Automotive, Industrie und Logistik. Mit der SABIC-Transaktion kommt ein völlig neues Segment hinzu: „Chemicals & Materials". Das zugekaufte Geschäft ist dabei kein Nischenplayer — es zählt zu den weltgrößten Produzenten von Polycarbonat, ist Marktführer bei ABS-Harzen in den USA und der einzige PBT-Produzent im Land. Bekannte Marken wie LEXAN™ und VALOX™ gehören zum Portfolio.

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Geografisch verteilen sich die Umsätze auf 66 Prozent Amerika und 34 Prozent Europa. Für Mutares bedeutet das eine deutliche Verschiebung des Portfolioschwerpunkts in Richtung USA — ein Ziel, das das Unternehmen seit Längerem verfolgt. Innerhalb der nächsten zwölf Monate soll zudem ein zweiter US-Standort eröffnet werden.

Rekordzahlen als Fundament

Der Deal kommt nicht aus dem Nichts. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stiegen die Konzernerlöse von 5,3 auf 6,5 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss der Holding kletterte auf 130,4 Millionen Euro, gestützt unter anderem durch den vollständigen Exit bei Steyr Motors.

Auf dieser Basis hat der Vorstand die Mittelfristziele deutlich angehoben: Für 2026 peilt Mutares Konzernumsätze zwischen 7,9 und 9,1 Milliarden Euro an, der Holding-Jahresüberschuss soll 165 bis 200 Millionen Euro erreichen. Bis 2030 sollen beide Kennzahlen jährlich um 25 Prozent wachsen.

Genehmigungen stehen noch aus

Der Abschluss der Transaktion hängt noch von kartell- und investitionskontrollrechtlichen Genehmigungen ab — erwartet wird der Vollzug im zweiten Halbjahr 2026. Trotz der operativen Stärke spiegelt der Aktienkurs die Ambitionen bislang nicht wider: Mit rund 27,85 Euro notiert der Titel gut 25 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom März 2025. Gelingt der regulatorische Abschluss planmäßig und liefert das neue Chemicals-Segment erste Beiträge, dürfte die Bewertungslücke zum Kursziel der Analysten wieder in den Fokus rücken.

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