Der Rückversicherer meldet den höchsten Gewinn der Firmengeschichte – und schüttet über fünf Milliarden Euro an die Aktionäre aus. Doch im Kerngeschäft bröckeln die Preise. Kann Munich Re das Tempo halten?

Rekordgewinn und großzügige Ausschüttung

Mit einem Nettogewinn von 6,1 Milliarden Euro schließt die Münchener Rück das Jahr 2025 ab. Die Eigenkapitalrendite erreichte 18,3 Prozent, die Solvenzquote kletterte auf 298 Prozent. Damit übertraf der Konzern zum fünften Mal in Folge die eigenen Ziele.

Die Dividende soll auf 24 Euro je Aktie steigen – 20 Prozent mehr als im Vorjahr und deutlich über den Markterwartungen von 21,86 Euro. Zusätzlich kündigte Munich Re ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2,25 Milliarden Euro an. Die Rückkäufe starten Ende April und laufen bis zur Hauptversammlung 2027. Insgesamt fließen damit rund 5,3 Milliarden Euro an die Anteilseigner zurück.

Schwaches Schlussquartal zeigt erste Risse

Im vierten Quartal verdiente der Konzern lediglich 945 Millionen Euro – spürbar weniger als im Vorjahr. Als Hauptbelastung nannte das Unternehmen den schwachen US-Dollar. Gleichzeitig zeigt sich im Kerngeschäft struktureller Gegenwind: Bei den Vertragserneuerungen zum Jahresbeginn 2026 sank das erneuerte Prämienvolumen um 7,8 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro.

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Die Preise gaben im Schnitt um 2,5 Prozent nach, besonders stark bei Naturkatastrophen-Deckungen mit einem Minus von rund sechs Prozent. Munich Re verzichtete bewusst auf Geschäft, das die eigenen Renditeanforderungen nicht erfüllte. Das Preisniveau im Portfolio bezeichnete der Konzern dennoch als „gut" – die Margen kompensierten weitgehend höhere Schadenschätzungen durch Inflation und veränderte Schadentrends.

Neue Strategie setzt auf Stabilität

Mit „Ambition 2030" richtet sich der Rückversicherer neu aus. Ziel ist es, den Anteil stabilerer Geschäftsbereiche wie Leben- und Kranken-Rückversicherung von derzeit 50 auf etwa 60 Prozent des Gesamtergebnisses zu erhöhen. Parallel dazu will Munich Re die Komplexität reduzieren und bis 2030 jährlich 600 Millionen Euro an Kosten einsparen.

Die Eigenkapitalrendite soll bis Ende 2030 über 18 Prozent liegen, der Gewinn je Aktie um mehr als acht Prozent pro Jahr wachsen. Die Ausschüttungsquote soll dauerhaft über 80 Prozent bleiben.

Für 2026 peilt der Konzern einen Nettogewinn von 6,3 Milliarden Euro an. Der Geschäftsbericht folgt am 18. März, die Hauptversammlung findet am 29. April statt.

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