IonQ hat auf der Morgan Stanley Konferenz seine Position als kommerziell führendes Quantencomputing-Unternehmen untermauert – wenige Tage nachdem die Firma als erstes Quantum-Unternehmen überhaupt die 100-Millionen-Dollar-Marke beim Jahresumsatz geknackt hatte. Mit 202 Prozent Umsatzwachstum, prall gefüllten Kassen und einer ambitionierten Hardware-Roadmap demonstriert IonQ, dass Quantencomputing nicht mehr nur Zukunftsmusik ist.

Rekord-Geschäftsjahr und übertroffene Erwartungen

Das Geschäftsjahr 2025 brachte IonQ einen Umsatz von 130 Millionen Dollar – 20 Prozent über der eigenen Prognose und mehr als eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr. Allein im vierten Quartal erzielte das Unternehmen 61,9 Millionen Dollar, was einem Plus von 429 Prozent entspricht und die Erwartungen um 55 Prozent übertraf.

Besonders bemerkenswert: Über 60 Prozent der Umsätze kamen von kommerziellen Kunden, nicht von Forschungsinstitutionen oder staatlichen Stellen. Internationale Märkte steuerten erstmals mehr als 30 Prozent bei. Zu den Neukunden zählen Singtel und CERN. Der Auftragsbestand stieg von 77 Millionen auf 370 Millionen Dollar – ein fast fünffacher Anstieg, der starke Planbarkeit für die kommenden Quartale signalisiert.

Hardware-Offensive und Quantum Advantage im Visier

IonQ skizzierte auf der Konferenz eine ambitionierte Qubit-Roadmap: Die fünfte Maschinengeneration mit 100 Qubits wird derzeit ausgeliefert, 256 Qubits sollen bis Jahresende folgen, 10.000 Qubits im Jahr darauf. Die Nachfrage nach den 100-Qubit-Systemen übersteigt bereits die Fertigungskapazität. Erste Regierungskunden sind an Bord, unterstützt durch DARPA-Zertifizierungen.

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Das erklärte Ziel: Innerhalb von zwei Jahren will IonQ den sogenannten Quantum Advantage erreichen – den Punkt, an dem Quantencomputer klassische Supercomputer bei bestimmten Aufgaben übertreffen. Mit 3,3 Milliarden Dollar Cash verfügt das Unternehmen über erhebliche Mittel für Forschung und Entwicklung.

SkyWater-Übernahme stärkt Lieferkette

Im Januar kündigte IonQ die Übernahme von SkyWater Technology an, beschrieben als weltweit führende Quantum-Chip-Foundry. Der Deal soll im zweiten oder dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden und zielt darauf ab, die gesamte Lieferkette für Quantenchips in den USA aufzubauen – unabhängig von geopolitischen Risiken. Die 2026er-Prognose von 225 bis 245 Millionen Dollar Umsatz berücksichtigt diese Transaktion noch nicht.

Profitabilität bleibt fern

Trotz der Umsatzexplosion brennt IonQ weiter Geld. Der bereinigte EBITDA-Verlust lag 2025 bei 186,8 Millionen Dollar, für 2026 werden 310 bis 330 Millionen Dollar Verlust erwartet. Die F&E-Ausgaben stiegen um 123 Prozent auf 305,7 Millionen Dollar. Zudem sorgt die verwässernde Wirkung durch Aktienoptionen, Wandelanleihen und den SkyWater-Deal für Diskussionen – die Anzahl ausstehender Aktien kletterte auf 345 Millionen.

Die Aktie notiert bei 31,10 Euro und liegt damit über 50 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Am 11. März steht die nächste Konferenzpräsentation an – bei Cantor Global Technology & Industrial Growth Conference. IonQ liefert die stärkste kommerzielle Story im Quantencomputing-Sektor, doch die Frage nach der Profitabilität bleibt vorerst unbeantwortet.

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