Kurz vor den Jahreszahlen am 26. Februar verdichten sich die positiven Signale bei der Münchener Rück. Drei renommierte Analysehäuser positionieren sich bullish, während aus dem Aufsichtsrat ein ungewöhnlich deutliches Vertrauenssignal kommt. Die Aktie notiert bei rund 524 Euro – doch Experten sehen sie deutlich höher.

Die wichtigsten Fakten:
- Kepler Cheuvreux startet Coverage mit "Buy" und Kursziel 600 Euro
- JPMorgan bekräftigt "Overweight" – Ziel 655 Euro trotz gesenkter Gewinnprognose
- Aufsichtsrätin Julia Christiane Jäkel-Wickert kauft für 50.000 Euro zu
- Jahreszahlen am 26. Februar könnten Trendwende einleiten

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Analysten setzen auf Kapitalkraft

Das französische Analysehaus Kepler Cheuvreux hat am Montag die Abdeckung der Munich Re aufgenommen und direkt zur Kaufempfehlung gegriffen. Das Kursziel von 600 Euro impliziert ein Aufwärtspotenzial von knapp 15 Prozent.

JPMorgan-Analyst Kamran M. Hossain bleibt noch optimistischer. Er bestätigt sein "Overweight"-Rating mit einem Kursziel von 655 Euro. Bemerkenswert: Hossain senkte zwar seine Gewinnerwartung für 2025 auf 6,1 Milliarden Euro, sieht darin aber keinen Grund zur Sorge. Im Gegenteil – er rechnet mit steigenden Aktienrückkäufen und einer attraktiven Dividendenpolitik, die die solide Kapitalbasis des Konzerns unterstreichen.

Auch Barclays hält an "Overweight" fest, korrigierte das Kursziel lediglich marginal von 625 auf 616 Euro. Die Botschaft der Investmentbanken ist eindeutig: Die fundamentale Story bleibt intakt.

Insider nutzt die Schwäche

Besonders aufschlussreich ist der jüngste Insider-Kauf. Aufsichtsrätin Julia Christiane Jäkel-Wickert erwarb Aktien für gut 50.000 Euro zu einem Durchschnittspreis von rund 526,80 Euro. Ein solcher Schritt aus dem Aufsichtsrat ist selten – und signalisiert üblicherweise tiefe Überzeugung vom Wertpotenzial.

Parallel meldete Vermögensverwalter Amundi eine Aufstockung auf 3,008 Prozent der Stimmrechte. Institutionelle Investoren scheinen die Korrektur als Einstiegschance zu interpretieren.

Defensive Qualität mit Bewertungsabschlag

Die Münchener Rück hat seit Jahresbeginn rund sieben Prozent verloren und markierte am 14. Januar ein neues 13-Wochen-Tief. Dennoch bleibt die fundamentale Bewertung attraktiv: Das KGV für 2025 liegt bei moderaten 11,3, während die erwartete Dividendenrendite knapp vier Prozent beträgt – bei einer Prognose von etwa 20 Euro je Aktie.

Der durchschnittliche Analystenkonsens sieht den fairen Wert bei 585 Euro. Die aktuelle Notierung von 524 Euro bietet damit einen komfortablen Sicherheitspuffer – vorausgesetzt, die operative Stärke bleibt erhalten.

Am 26. Februar wird sich zeigen, ob die Zuversicht der Analysten und Insider gerechtfertigt ist. Erfüllt der Rückversicherer die leicht reduzierten Gewinnerwartungen und kündigt wie erwartet höhere Aktienrückkäufe an, könnte die aktuelle Konsolidierung den Boden für die nächste Aufwärtsbewegung bilden. Technisch entscheidend bleibt die Verteidigung der Unterstützungszone um 520 Euro.

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