Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) schlägt ein neues Kapitel in ihrer bewegten Geschichte auf. Mit der vollständigen Integration der Mediobanca und einem neuen Strategieplan bis 2030 strebt das Institut den Aufstieg zu einer der führenden Bankengruppen Italiens an. Doch während die Konzernspitze Milliardenprofite verspricht, reagiert der Markt am heutigen Freitag zunächst mit deutlicher Zurückhaltung.

Milliardenziele und Synergien

Das Management hat sich für den Zeitraum bis 2030 hohe Ziele gesteckt: Ein bereinigter Nettogewinn von 3,7 Milliarden Euro steht am Ende des Jahrzehnts im Fokus. Ein wesentlicher Treiber für dieses Ergebnis sollen die erwarteten Synergien aus der Mediobanca-Integration sein, die das Haus auf rund 700 Millionen Euro beziffert.

Nachdem sich MPS bereits im September 2025 einen Anteil von 86,3 Prozent an Mediobanca gesichert hatte, folgte nun die Zustimmung des Vorstands zur vollständigen Verschmelzung. Im Zuge dessen wird Mediobanca von der Börse genommen. Um die etablierte Marke zu erhalten, soll das Geschäft mit Firmenkunden, Investmentbanking und wohlhabenden Privatkunden in einer neuen, nicht börsennotierten Tochtergesellschaft unter dem Namen Mediobanca gebündelt werden.

Regulatorik und Marktreaktion

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Parallel zum internen Umbau sieht sich das Institut mit einem verschärften rechtlichen Rahmen in Italien konfrontiert. Ein neues Sanktionsdekret sieht seit Ende Januar 2026 drakonische Strafen für Unternehmen vor, die gegen EU-Vorgaben verstoßen. Diese können bis zu fünf Prozent des weltweiten Umsatzes betragen. Während alte Rechtsstreitigkeiten um ehemalige Führungskräfte nach deren endgültigem Freispruch im vergangenen Jahr beigelegt sind, rücken nun die operativen Risiken der Großfusion in den Fokus der Anleger.

Trotz der langfristigen Wachstumsfantasie steht die Aktie aktuell unter Druck. Mit einem Tagesverlust von fast sechs Prozent rutschte der Kurs auf 8,38 Euro ab. Marktteilnehmer scheinen die ehrgeizigen Profitabilitätsziele gegen die Herausforderungen der bis Ende 2026 geplanten Integration abzuwägen.

Ausblick für Anleger

Die kommenden Wochen werden für die Bewertung der Strategie entscheidend sein. Rund um den 10. März 2026 wird die Bank weitere Details zum Verschmelzungsplan sowie das konkrete Umtauschverhältnis der Aktien vorlegen. Diese Informationen werden Klarheit darüber schaffen, wie attraktiv der Deal für die verbliebenen Minderheitsaktionäre tatsächlich ist und wie realistisch die angestrebte Gewinnsteigerung erscheint.

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