AMD-Chefin Lisa Su reist am 18. März nach Südkorea – und das ist kein Routinebesuch. Es ist ihr erster Korea-Trip seit ihrem Amtsantritt als CEO im Jahr 2014, und er fällt bewusst in die Woche von Nvidias jährlicher GPU Technology Conference.

HBM-Versorgung im Mittelpunkt

Im Zentrum der Reise steht ein Treffen mit Samsung-Chairman Jay Y. Lee. Dabei geht es um die Ausweitung der Liefermengen von High-Bandwidth Memory (HBM) – dem Speicherchip, der in KI-Beschleunigern unverzichtbar ist. Samsung ist seit Längerem HBM-Lieferant für AMD und hat erst vergangenen Monat die Massenproduktion von HBM4 aufgenommen, der bislang fortschrittlichsten Generation des Chips.

Die Gespräche kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die globale Nachfrage nach KI-Speicherchips deutlich schneller steigt als das Angebot. AMD baut sein KI-Geschäft mit Hochdruck aus – und braucht dafür eine verlässliche Versorgungsbasis.

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Naver und die Ambitionen rund um souveräne KI

Neben Samsung steht auch ein Treffen mit Naver-CEO Choi Soo-yeon auf dem Programm. Der südkoreanische Technologiekonzern betreibt mit HyperCLOVA X ein eigenes großes Sprachmodell und baut über seine Tochter Naver Cloud KI-Infrastruktur im großen Stil auf. Branchenbeobachter sehen in Naver einen Akteur, der seine Abhängigkeit von Nvidia-Hardware gezielt reduzieren will – was AMD als alternativen Chip-Lieferanten in eine günstige Position bringt.

Rückenwind durch OpenAI und Meta

Der Korea-Besuch folgt auf zwei strategisch bedeutende Vereinbarungen. Im Oktober 2025 sicherte sich OpenAI eine Kaufoption auf bis zu 160 Millionen AMD-Aktien – rund zehn Prozent des Unternehmens – und verpflichtete sich zum Einsatz von bis zu sechs Gigawatt AMD-Instinct-GPUs über mehrere Jahre. Im Februar 2026 schloss Meta eine strukturell identische Vereinbarung ab: ebenfalls sechs Gigawatt GPU-Kapazität, ebenfalls eine Option auf zehn Prozent der Aktien.

AMD selbst formuliert es so: Die beiden Unternehmen mit den ambitioniertesten KI-Infrastrukturplänen hätten sich zusammen auf zwölf Gigawatt AMD-GPUs festgelegt. Pro Gigawatt erwartet AMD dabei einen Umsatz im zweistelligen Milliardenbereich.

Lieferkette als Wettbewerbsvorteil

Der Besuch in Seoul macht deutlich, wohin sich der Wettbewerb im KI-Markt verschiebt: weg vom reinen Chip-Design, hin zur Fähigkeit, zuverlässig in großem Maßstab zu liefern. Mit den Großaufträgen von OpenAI und Meta im Rücken und der HBM4-Produktion bei Samsung im Anlauf arbeitet AMD konsequent daran, die Lieferkette aufzubauen, die diese Wachstumspläne tragen soll.

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