Microsoft Aktie: Stabile Marktverhältnisse
Die Microsoft-Aktie bewegt sich weitgehend seitwärts, nachdem US-Präsident Donald Trump am Montag eine überraschende Ankündigung machte: Der Tech-Konzern aus Redmond soll noch diese Woche "bedeutende Änderungen" vornehmen, damit amerikanische Haushalte nicht für den massiven Stromverbrauch der KI-Rechenzentren aufkommen müssen. Doch was steckt dahinter?
Rechenzentren im Visier des Weißen Hauses
Trump stellte in einem Social-Media-Beitrag klar: "Ich möchte niemals, dass Amerikaner höhere Stromrechnungen wegen Rechenzentren zahlen." Die großen Technologieunternehmen, die diese energieintensiven Anlagen betreiben, müssten "ihren eigenen Weg bezahlen". Microsoft steht dabei an erster Stelle – die Regierung habe bereits mit dem Konzern zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass die Bürger nicht die Zeche für den enormen Energiebedarf zahlen.
Der Hintergrund: KI-Rechenzentren verschlingen gigantische Mengen an Strom und Wasser, da das Training und der Betrieb großer Sprachmodelle extrem rechenintensiv sind. Sowohl Republikaner als auch Demokraten hatten zuletzt Bedenken geäußert, dass die durchschnittlichen Amerikaner mit höheren Nebenkosten belastet werden könnten. Die Trump-Regierung hatte den Ausbau solcher Anlagen durch schnellere Genehmigungen und lockerere Auflagen zunächst gefördert – nun scheint ein Kurswechsel bevorzustehen, vermutlich mit Blick auf die anstehenden Zwischenwahlen.
Goldman Sachs setzt auf Microsoft – trotz Turbulenzen
Während die politische Diskussion brodelt, bleibt die Wall Street optimistisch. Goldman Sachs hat Microsoft in einer aktuellen Branchenanalyse als Top-Kaufempfehlung eingestuft. Die Investmentbank sieht "Aufwärtspotenzial bei den Azure-Umsätzen im Jahr 2026" und lobt die durchdachte Geschäftsstrategie des Konzerns. Microsoft gilt als der aussichtsreichste Kandidat im Software-Sektor für das "Jahrzehnt der agentischen Workflows" – also der zunehmenden Automatisierung durch KI-Agenten.
Analystin Gabriela Borges zeigt sich konstruktiv bezüglich der KI-Akzeptanz als positiver Wind für die Softwarebranche über die nächsten 5 bis 10 Jahre. Allerdings warnt sie, dass die jährlichen Datenpunkte uneinheitlich ausfallen könnten, während das Ökosystem reift.
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Barclays dämpft Erwartungen – Aktie bleibt stabil
Weniger euphorisch zeigt sich Barclays: Die britische Bank senkte ihr Kursziel für Microsoft, wenngleich die genaue Höhe nicht kommuniziert wurde. Analyst Raimo Lenschow begründete den Schritt mit allgemeinen Branchenüberlegungen, betonte aber gleichzeitig die guten Aussichten für 2026. Das Konjunkturumfeld und die IT-Ausgaben zeigten sich stabil, die Bewertungen im Softwaresektor seien niedrig, da die Branchenwerte derzeit nicht besonders beliebt seien.
Die Aktie reagierte gelassen auf die Abstufung und notierte im Nasdaq-Handel zeitweise 0,02 Prozent höher bei 479,37 Dollar. Am Montag hatte der Titel bei 477,18 Dollar geschlossen, was einem Minus von 0,44 Prozent entsprach.
Lens verschwindet – OneDrive übernimmt
Abseits der großen Schlagzeilen vollzieht Microsoft eine weitere strategische Straffung: Die eigenständige Lens-App wird eingestellt. Ab dem 9. Februar 2026 verschwindet die Anwendung aus den App-Stores von Android und iOS, einen Monat später funktioniert die Scan-Funktion endgültig nicht mehr. Die Features wandern komplett zu OneDrive.
Lens hatte sich durchaus einer treuen Nutzerbasis erfreut – mit 4,8 von 5 Sternen und über 50 Millionen Downloads allein auf Android. Doch Microsoft verfolgt konsequent die Strategie, einzelne Tools in größere Dienste wie OneDrive und Microsoft 365 Copilot zu integrieren. Die Zeit separater Nischen-Apps scheint vorbei.
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