Satya Nadella – seit 2014 CEO und seit 2021 auch Chairman von Microsoft – steht vor einem unerwarteten Problem: Norwegens gigantischer Staatsfonds, einer der mächtigsten Investoren der Welt, lehnt seine Doppelrolle ab. Nur fünf Tage vor der Hauptversammlung am 5. Dezember macht Norges Bank Investment Management (NBIM) öffentlich, gegen Nadellas Wiederwahl als Verwaltungsratsvorsitzender zu stimmen. Gleichzeitig kämpft die Aktie mit technischen Schwächesignalen. Droht Microsoft ein heißer Dezember?

Governance-Konflikt trifft auf schwachen Chart

Der norwegische Staatsfonds verwaltet kolossale 1,8 Billionen Dollar und hält bedeutende Microsoft-Anteile. Seine Begründung: CEO und Chairman sollten getrennt sein, um unabhängige Kontrolle zu gewährleisten. Zusätzlicher Brisanz-Faktor: NBIM unterstützt einen Aktionärsantrag, der einen detaillierten Bericht über Menschenrechtsrisiken bei Microsofts KI- und Cloud-Produkten fordert – genau das Papier, das der Vorstand ablehnt.

Technisch befindet sich die Aktie in einer fragilen Phase. Der Kurs notiert deutlich unter seiner wichtigen 50-Tage-Linie bei rund 510 Dollar – ein klassisches Warnsignal für nachlassende Kaufbereitschaft. Zwar hält vorerst die Unterstützung bei der 200-Tage-Linie um 468 Dollar, doch die Divergenz zeigt: Institutionelle Anleger zögern derzeit, nachzulegen.

KI-Milliarden belasten das Sentiment

Dabei glänzte Microsoft operativ: Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 übertraf der Konzern mit 77,7 Milliarden Dollar Umsatz die Erwartungen, der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei starken 4,13 Dollar. Azure wächst weiterhin robust.

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Doch ein Schatten fällt über die Zahlen: Rekordausgaben von fast 35 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur im Quartal. Diese massive Investitionswelle weckt Erinnerungen an die Dotcom-Ära – und die Frage, wann sich die Milliardenausgaben rentieren. Trotz des Gewinnschlags reagierte der Markt verhalten.

Hinzu kommen Insider-Verkäufe: CEO Nadella trennte sich Anfang September von rund 149.000 Aktien, Präsident Brad Smith verkaufte Anfang November ebenfalls Anteile. Auch wenn solche Transaktionen oft Teil vorgeplanter Programme sind, senden sie in Konsolidierungsphasen ungünstige Signale.

Entscheidungstag am 5. Dezember

Die Hauptversammlung wird zum Lackmustest: Wie groß ist der institutionelle Rückhalt für Nadellas Doppelrolle? Und wie ernst nimmt Microsoft die Forderungen nach strengerer KI-Governance? Der Druck ähnelt jenem, dem Alphabet und Meta bereits ausgesetzt sind – explodierende KI-Kosten treffen auf wachsende ethische Bedenken.

Technisch entscheidend: Erst eine Rückeroberung der 510-Dollar-Marke würde den kurzfristigen Abwärtstrend brechen. Fällt die Aktie hingegen unter 468 Dollar, droht weiterer Druck Richtung 450 Dollar. Die nächsten Tage dürften turbulent werden.

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