Microsoft weitet seine KI-Strategie auf einen der am schnellsten wachsenden Märkte der Welt aus. Mit einer umfassenden Initiative will der Konzern seine Präsenz in Afrika ausbauen – und dabei chinesische Konkurrenten wie DeepSeek auf Abstand halten.

Partnerschaft mit MTN und Millionen-Schulungsprogramm

Kern der Expansion ist eine Kooperation mit MTN Group, dem größten Telekommunikationsanbieter Afrikas. Über diesen Kanal soll die Microsoft-365-Suite inklusive des KI-Assistenten Copilot an MTNs rund 300 Millionen Kunden verteilt werden.

Parallel dazu hat Microsoft das sogenannte „Elevate"-Programm gestartet: Bis Ende 2026 sollen drei Millionen Menschen auf dem Kontinent in KI-Technologien geschult werden. Die Initiative läuft über Schulen, Universitäten und lokale Institutionen – zunächst in Südafrika, Kenia, Nigeria und Marokko. Microsoft-Vertreter haben dabei explizit auf die wachsende Präsenz chinesischer Technologieanbieter in der Region hingewiesen und das Programm als Antwort auf Zugangshürden zur KI-Bildung positioniert.

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Starkes Cloud-Wachstum, hohe Investitionskosten

Die Afrika-Strategie fällt in eine Phase, in der das operative Geschäft solide wächst, die Kosten aber ebenfalls deutlich steigen. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Microsoft einen Umsatz von 81,3 Milliarden Dollar – ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erstmals überstieg der Cloud-Umsatz die Marke von 50 Milliarden Dollar; Azure legte um 39 Prozent zu.

Gleichzeitig stiegen die Investitionsausgaben um 66 Prozent auf 37,5 Milliarden Dollar – ein direktes Ergebnis des massiven Infrastrukturausbaus für KI-Dienste wie Copilot. Für das laufende Quartal erwartet das Management einen Gesamtumsatz zwischen 80,65 und 81,75 Milliarden Dollar.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 13 Prozent verloren und notiert damit deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 25,5 liegt spürbar unter den historischen Bewertungsniveaus – ein Zeichen dafür, dass der Markt die hohen Investitionen zunächst einpreist, bevor die Monetarisierung greift.

Genau das ist der entscheidende Punkt: Microsoft setzt auf langfristige Umsatzströme durch Software-Abonnements in wachstumsstarken Märkten. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich zeigen, sobald der Infrastrukturaufbau in die Ertragsphase übergeht – erste Signale dürften die Quartalszahlen für Q3 liefern.

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