Nasdaq 100: Stagflationsangst wächst
Der Krieg im Nahen Osten hinterlässt tiefe Spuren an der Wall Street. Während der Ölpreis wieder die Marke von 100 US-Dollar überspringt, wächst die Sorge vor einer toxischen Mischung aus steigender Inflation und schwachem Wirtschaftswachstum. Für den technologielastigen Nasdaq 100 bedeutete dies die dritte Verlustwoche in Folge.
Toxische Makrodaten belasten
Auslöser der anhaltenden Marktschwäche sind die geopolitischen Eskalationen rund um den Iran. Die Blockade wichtiger Handelswege wie der Straße von Hormus hat rund 20 Prozent des weltweiten Ölangebots verknappt. Infolgedessen kletterte die Nordseesorte Brent am Freitag auf über 103 US-Dollar pro Barrel.
Dieser Energieschock trifft auf eine US-Wirtschaft, die ohnehin Schwächesignale sendet. Im vierten Quartal 2025 wuchs das Bruttoinlandsprodukt lediglich um 0,7 Prozent. Gleichzeitig zog die Kerninflation zuletzt wieder auf 3,1 Prozent an. Zinssensible Technologiewerte reagieren auf dieses Stagflations-Szenario besonders empfindlich, da höhere Inflationserwartungen die Renditen von Staatsanleihen nach oben treiben. Die zehnjährige US-Anleihe rentiert mittlerweile bei 4,27 Prozent.
Adobe verliert seinen Architekten
Auf Unternehmensebene sorgte am Freitag vor allem Adobe für Aufsehen. Obwohl der Softwarekonzern mit einem Quartalsumsatz von 6,4 Milliarden US-Dollar die Erwartungen übertraf, rutschte das Papier um gut fünf Prozent ab. Verantwortlich dafür war die Ankündigung, dass CEO Shantanu Narayen nach 18 Jahren an der Spitze zurücktritt. Marktbeobachter werten den Abgang des Architekten der Cloud- und KI-Strategie als kurzfristigen Unsicherheitsfaktor.
Generell zeigte sich eine Umschichtung am Markt. Während reine Technologiewerte gemieden wurden, verzeichneten defensive Sektoren und Finanzwerte wie JPMorgan oder Eli Lilly moderate Zugewinne. Auch der Kosmetikhändler Ulta Beauty geriet nach verfehlten Gewinnzielen und stark gestiegenen Kosten unter die Räder und verlor über 14 Prozent. Lediglich Halbleiteraktien wie Nvidia bewiesen in diesem Umfeld relative Stärke.
Wichtige Unterstützung bricht
Die anhaltenden Verkäufe haben das charttechnische Bild des Nasdaq 100 merklich eingetrübt. Der Index rutschte am Freitag unter die viel beachtete 200-Tage-Linie. Ein nachhaltiger Bruch dieser langfristigen Trendlinie beschleunigt typischerweise den Verkaufsdruck.
Wichtige charttechnische Marken für die kommende Woche:
* Widerstand (50-Tage-Linie): 25.248 Punkte
* Widerstand (20-Tage-Linie): 24.921 Punkte
* Unterstützung (200-Tage-Linie): 24.251 Punkte
In der neuen Handelswoche richtet sich der Fokus der Investoren auf die US-Notenbank. Da Zinssenkungen am Markt angesichts der Datenlage mittlerweile nahezu vollständig ausgepreist sind, gilt die Aufmerksamkeit den begleitenden Kommentaren von Fed-Chef Jerome Powell zur aktuellen Wirtschaftslage und den gestiegenen Energiekosten.
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