Microsoft kämpft 2026 an zwei Fronten gleichzeitig: Einerseits soll ein umfassendes Qualitätsprogramm für Windows 11 das ramponierte Image der Plattform reparieren. Andererseits setzt das Unternehmen mit einem neuen Enterprise-Preispaket alles auf die KI-Monetarisierung. Beides sind Antworten auf denselben Druck — eine Aktie, die seit Monaten nachgibt.

Windows 11: Reparatur mit Ansage

Windows-Chef Pavan Davuluri hatte Ende Januar 2026 öffentlich eingeräumt, dass Windows 11 vom Kurs abgekommen sei. Nun folgt der konkrete Plan. Ab April sollen Nutzer deutlich mehr Kontrolle über Updates erhalten — darunter die Möglichkeit, Updates beim Einrichten neuer Geräte zu überspringen und Neustarts flexibler zu planen. Automatische Benachrichtigungen sollen abnehmen.

Technisch geht es vor allem um Ressourceneffizienz: Microsoft will den RAM-Verbrauch des Betriebssystems senken, App-Startzeiten verkürzen und die Stabilität bei Bluetooth, USB sowie Audio- und Kamerageräten verbessern. Dass Windows 11 inzwischen auf 72,78 Prozent aller Windows-Geräte läuft — gegenüber gut 50 Prozent Ende 2025 — macht die Plattformqualität zur handfesten Umsatzfrage.

E7: Der erste echte KI-Preistest

Parallel dazu hat Microsoft mit dem Microsoft 365 E7 ein neues Enterprise-Paket eingeführt, das ab Mai 2026 verfügbar ist. Für 99 US-Dollar pro Nutzer und Monat bündelt es E5, Copilot und Agent 365 — und kostet damit 65 Prozent mehr als das bisherige E5-Abo. Erstmals ist Copilot damit kein optionales Add-on mehr, sondern Teil des Kernprodukts.

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Neu dabei ist Copilot Cowork, eine auf Anthropics Claude-Modell basierende Funktion, die mehrere Aufgaben gleichzeitig bearbeiten soll — gestützt auf Kalender, E-Mails und Dateien des Nutzers. Das Potenzial ist erheblich: Bislang zahlen nur 15 Millionen Nutzer für Copilot, während Microsoft insgesamt 450 Millionen kommerzielle Microsoft-365-Kunden zählt.

Bewertung auf Mehrjahrestief

Die Aktie hat seit November 2025 rund 17 Prozent verloren und notiert aktuell knapp über dem 52-Wochen-Tief. Auslöser war vor allem das zweite Fiskalquartal 2026: Trotz Rekorderlösen enttäuschte das Azure-Wachstum mit 39 Prozent knapp den Konsens von 39,4 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Investitionsausgaben um 66 Prozent auf 37,5 Milliarden US-Dollar, der freie Cashflow sank um 5,9 Milliarden Dollar.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23 bis 25x auf Basis der Gewinnschätzungen ist die Aktie so günstig bewertet wie zuletzt Ende 2022 — deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 28 bis 33x.

Was im Frühjahr zählt

Am 10. März 2026 erklärte der Vorstand eine Quartalsdividende von 0,91 US-Dollar je Aktie, zahlbar am 11. Juni 2026. Für das dritte Fiskalquartal 2026 erwartet das Management Erlöse zwischen 80,65 und 81,75 Milliarden US-Dollar — ein Plus von rund 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ob der Windows-Reset und der E7-Preisschub die Margen stabilisieren können, wird die entscheidende Frage bei den nächsten Quartalszahlen sein.

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