Microsoft schlägt Alarm: Chinesische KI-Anbieter erobern die Märkte außerhalb des Westens und verdrängen amerikanische Konkurrenten. Der Grund? Aggressive Preisgestaltung durch massive staatliche Subventionen aus Peking. Was bedeutet das für den Tech-Giganten aus Redmond?

Microsoft-Präsident Brad Smith warnte jüngst vor der rasanten Expansion chinesischer KI-Modelle in Schwellenländern. Das Start-up DeepSeek hat mit seinem kostengünstigen R1-Sprachmodell binnen kurzer Zeit erhebliche Marktanteile erobert. In Äthiopien liegt der Marktanteil bereits bei 18 Prozent, in Simbabwe bei 17 Prozent. In Ländern mit US-Technologie-Restriktionen dominiert DeepSeek sogar noch deutlicher.

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Der Vorsprung Chinas bei sogenannten Open-Source-Modellen ist beachtlich. Diese Technologien stehen oft kostenlos zur Verfügung und lassen sich beliebig anpassen. Amerikanische Anbieter können bei den Preisen schlicht nicht mithalten, wenn Peking die Entwicklung massiv fördert. Smith befürchtet eine wachsende digitale Kluft zwischen reichen und armen Regionen, sollten nicht erhebliche Investitionen in Rechenzentren, Energieinfrastruktur und Qualifikation fließen.

Trump mischt sich ein

Doch Microsoft hat nicht nur mit China zu kämpfen. US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf die Tech-Branche. Der Grund: explodierende Strompreise in Regionen mit hoher Rechenzentrum-Dichte. Trump kündigte auf Truth Social an, direkt mit Microsoft und anderen Tech-Konzernen zu verhandeln. Sein Ziel ist klar formuliert: Die Energiekosten für KI-Rechenzentren dürfen nicht auf die Steuerzahler abgewälzt werden.

"Ich will nicht, dass Amerikaner höhere Stromrechnungen zahlen müssen, weil es Rechenzentren gibt", schrieb Trump. Die großen Technologieunternehmen müssten ihren eigenen Weg bezahlen. Was genau Trump unter "wesentlichen Veränderungen" versteht, ließ er offen. Klar ist: Strengere Regulierungen könnten die Betriebskosten für KI-Infrastruktur deutlich in die Höhe treiben.

Die Microsoft-Aktie reagierte nach Trumps Ankündigung leicht negativ im nachbörslichen Handel. Auch andere sogenannte AI-Hyperscaler wie Amazon, Meta und Oracle gaben nach.

Vision Windows 2030

Parallel arbeitet Microsoft an seiner langfristigen Strategie. David Weston, zuständig für Betriebssystem-Sicherheit, skizzierte die Pläne für Windows 2030. Die Eingabe per Maus und Tastatur soll für kommende Generationen so antiquiert wirken wie MS-DOS heute für die Generation Z.

Windows wird künftig auf kontextbasierte Kommunikation setzen. Das System soll Sprache, Gesten und Blickrichtung kombiniert erkennen. Im Zentrum steht die "Agentic AI" - KI-Assistenten, die eigenständig Meetings protokollieren, E-Mails priorisieren und Arbeitsschritte vorschlagen. Der Copilot wird fest ins Betriebssystem integriert. Parallel entwickelt der Konzern neue Verschlüsselungstechniken gegen Bedrohungen durch Quantencomputer.

Für Anleger sendet die Windows-2030-Vision ein klares Signal: Microsoft setzt auf langfristige KI-Strategien zur Festigung der Marktposition - trotz wachsenden Gegenwinds aus China und Washington.

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