Microsoft steht unter Druck. Während die Cloud-Sparte Azure mit beeindruckenden Wachstumsraten glänzt, hinterfragen Investoren die Profitabilität der milliardenschweren KI-Investitionen. Die Aktie notiert rund 2,2 Prozent im Minus – und das, obwohl Analysten im Durchschnitt ein Kursziel von 631 Dollar ausrufen.

Azure verdoppelt AWS-Wachstum

Die Zahlen sprechen für sich: Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 legte Azure um 40 Prozent zu – exakt doppelt so stark wie Amazon Web Services mit 20 Prozent. Verantwortlich für diese Dynamik ist Microsofts Strategie, verschiedene KI-Modelle auf der Plattform anzubieten. Kunden können zwischen OpenAI, Anthropics Claude, xAIs Grok und DeepSeek wählen.

Parallel dazu baut Microsoft seine Infrastruktur massiv aus. Allein in Kanada fließen 19 Milliarden kanadische Dollar in neue Rechenzentren. Die 27-prozentige Beteiligung an OpenAI verschafft strategische Vorteile, ohne in eine gefährliche Abhängigkeit zu geraten.

Gewinnmarge bei 49 Prozent

Das abgelaufene Quartal brachte einen Gewinn je Aktie von 4,13 Dollar – 12,8 Prozent über den Erwartungen. Der Umsatz kletterte auf 77,67 Milliarden Dollar, ein Plus von 18,4 Prozent zum Vorjahr. Besonders bemerkenswert: Die operative Marge erreichte fast 49 Prozent, das achte Quartal in Folge mit Gewinnübertreffer.

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Microsoft 365 commercial wuchs um 17 Prozent, die Verbrauchersparte um 26 Prozent. Die Integration von Copilot in die Office-Produkte zahlt sich aus. Für das Gesamtjahr 2026 rechnen Analysten mit 16 Prozent Umsatzwachstum.

Analysten uneinig

Die Einschätzungen gehen auseinander. Während Guggenheim ein Kursziel von 675 Dollar ausgibt und DA Davidson bei 650 Dollar liegt, ruderte Rothschild & Co zurück. Die Herabstufung auf Neutral mit einem Ziel von 500 Dollar begründete das Bankhaus mit der Aussage, das KI-Argument sei nicht mehr überzeugend.

Technisch steht die Aktie unter dem 20-Tage-Durchschnitt und dem 100-Tage-Durchschnitt. Der MACD signalisiert kurzfristigen Verkaufsdruck. Wichtige Marken: Widerstand bei 489,50 Dollar, Unterstützung bei 471 Dollar.

Am 4. Februar folgen die Quartalszahlen. Die Erwartungen liegen bei 3,91 Dollar Gewinn je Aktie und 80,05 Milliarden Dollar Umsatz. Bei einem KGV von 34,4 ist die Bewertung ambitioniert – die Frage lautet, ob Microsoft die hohen Erwartungen erneut übertreffen kann.

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