Micron Aktie: Rückschlag im KI-Rennen
Im lukrativen Markt für KI-Speicherchips muss Micron einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen. Nvidia hat den US-Konzern bei der Ausstattung seines kommenden Flaggschiff-Beschleunigers "Vera Rubin" übergangen und setzt stattdessen exklusiv auf die südkoreanische Konkurrenz. Kurz vor der anstehenden Quartalsbilanz rückt damit die technologische Wettbewerbsfähigkeit von Micron in den Fokus.
Der Grund für den Ausschluss bei der Vera-Rubin-Plattform liegt in den extrem hohen technischen Anforderungen Nvidias. Branchenbeobachtern zufolge stieß Micron bei der Entwicklung der sechsten Generation seiner Hochbandbreitenspeicher (HBM4) auf Hürden hinsichtlich der Geschwindigkeit, des Chip-Designs und der Wärmeentwicklung. Während Nvidia Betriebsgeschwindigkeiten von über 10 Gigabit pro Sekunde fordert, bestanden Samsung und SK Hynix die Qualifikationstests und sicherten sich die Aufträge. SK Hynix dürfte dabei den Löwenanteil von rund 70 Prozent des Volumens abdecken.
Ein kompletter Ausschluss aus dem Nvidia-Ökosystem ist dies jedoch nicht. Micron wird HBM4-Chips für den mittelklassigen Beschleuniger "Rubin CPX" liefern. Dennoch reagierte der Markt auf den Verlust des Prestigeprojekts zunächst mit Verkäufen, bevor sich der Titel heute wieder leicht um 1,69 Prozent auf 339,90 Euro erholte. Auf Jahressicht (YTD) verzeichnet das Papier ohnehin noch einen starken Wertzuwachs von über 26 Prozent. Zudem stützt die anhaltend hohe Nachfrage das operative Geschäft: Laut Unternehmensangaben sind die HBM-Produktionskapazitäten für das gesamte Kalenderjahr 2026 bereits zu fest vereinbarten Preisen vollständig ausverkauft.
Rekordzahlen im Visier
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf den 18. März, wenn Micron die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal präsentiert. Das Management hatte im Vorfeld einen Rekordumsatz von rund 18,7 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt, was mehr als einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspräche. Analysten zeigen sich im Vorfeld optimistisch: Die US-Bank Citi hob ihr Kursziel für Micron kürzlich von 385 auf 430 US-Dollar an und bestätigte die Kaufempfehlung. Die generelle Knappheit bei Speicherchips sorgt branchenweit weiterhin für steigende Preise und stützt die Margen.
Die anstehende Bilanzvorlage wird der zentrale Indikator dafür sein, ob das starke fundamentale Wachstum die aktuellen Sorgen um Nvidias Auftragsvergabe kompensieren kann. Parallel treibt Micron den Ausbau seiner globalen Lieferketten voran, was sich in der Eröffnung eines neuen Test- und Montagewerks im indischen Sanand Anfang März zeigt. Damit stärkt der Konzern seine Fertigungskapazitäten für das breitere Geschäft mit DRAM- und NAND-Speichern jenseits des hochspezialisierten HBM-Segments.
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