Micron Aktie: Rekordquartal erwartet
Am 18. März legt Micron seine Zahlen für das zweite Geschäftsquartal vor – und die Erwartungen sind außergewöhnlich hoch. Der Speicherchip-Hersteller steuert auf Rekordumsätze zu, die HBM-Kapazitäten sind komplett ausgebucht, und die Gewinnprognosen haben sich zuletzt drastisch nach oben verschoben. Gleichzeitig sorgen neue Wettbewerber und geopolitische Unsicherheiten für Gegenwind.
Umsatz und Gewinn auf Rekordniveau
Micron hat für das am Ende Februar abgeschlossene zweite Geschäftsquartal einen Umsatz von rund 18,7 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt – ein Plus von 132 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Gewinn rechnet das Management mit 8,42 US-Dollar je Aktie, was einem Anstieg um 480 Prozent entspräche. Die Bruttomarge soll auf 68 Prozent klettern.
Bereits im ersten Quartal hatte Micron mit starken Zahlen überzeugt: Der Umsatz lag bei 13,64 Milliarden Dollar und übertraf die Erwartungen um knapp 6 Prozent. Der Gewinn je Aktie von 4,78 Dollar lag sogar 21 Prozent über den Schätzungen. Besonders das Cloud-Speichersegment, in dem Micron seine HBM-Chips für Rechenzentren verbucht, zeigte sich stark und verdoppelte den Umsatz nahezu auf 5,3 Milliarden Dollar.
HBM-Kapazitäten ausverkauft, Engpässe bis 2028
Micron hat mittlerweile die gesamte HBM-Produktion für das Kalenderjahr 2026 vertraglich gebunden – inklusive der kommenden HBM4-Generation. Hintergrund ist eine branchenweite Knappheit bei Speicherchips. UBS-Analyst Timothy Arcuri geht davon aus, dass die Engpässe bei DRAM möglicherweise bis 2027 oder sogar 2028 andauern könnten. Die Industrie kämpft mit begrenzten Fabrikkapazitäten, langen Lieferzeiten für Produktionsanlagen und Fachkräftemangel.
Gleichzeitig wächst die Nachfrage weiter: Micron investiert im laufenden Geschäftsjahr 20 Milliarden Dollar in den Kapazitätsausbau – ein deutliches Signal für die erwartete langfristige Nachfrage nach KI-Speicher.
Analysten erhöhen Kursziele, doch Konkurrenz wächst
Timothy Arcuri von UBS hob sein Kursziel auf 475 Dollar an und erwartet für das Kalenderjahr 2026 einen Gewinn von rund 60 Dollar je Aktie – deutlich über dem Konsens von etwa 40 Dollar. Morgan Stanley hingegen setzt inzwischen stärker auf Nvidia und stufte Micron relativ herab. Mindestens ein Analyst senkte seine Empfehlung auf "Hold", mit Verweis auf Samsungs Hochlauf der HBM4-Produktion, der Marktanteile kosten könnte.
Die Aktie gab in den vergangenen Wochen nach und verlor über 21 Handelstage 5,3 Prozent. Verantwortlich waren Sorgen über zunehmenden Wettbewerb im HBM-Segment und das Risiko zyklischer Überkapazitäten.
Ausblick: 18. März als Bewährungsprobe
Micron blickt auf ein starkes Gesamtjahr mit neuen Rekorden bei Umsatz, Marge und freiem Cashflow. Ein möglicher Dämpfer könnte von OpenAI kommen: Das KI-Unternehmen hat seine geplanten Infrastrukturausgaben bis 2030 von 1,4 Billionen auf 600 Milliarden Dollar reduziert – was mittelfristig die Nachfrage nach Hochleistungsspeicher bremsen könnte.
Am 18. März wird sich zeigen, ob Micron die ambitionierten Erwartungen erfüllen kann und wie das Unternehmen die Wettbewerbssituation einschätzt.
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