Ein Kurseinbruch von bis zu 12,5 Prozent, geweitete Kredit-Spreads und ein negativer Ausblick von S&P – für SoftBank verdichten sich die Belastungsfaktoren rund um das KI-Engagement des Konzerns zu einem ernsten Problem. Im Zentrum steht das Scheitern eines wichtigen Ausbauprojekts innerhalb der Stargate-Initiative.

Stargate-Expansion geplatzt

Auslöser des gestrigen Kursrutsches war die Entscheidung von Oracle und OpenAI, die geplante Erweiterung eines KI-Rechenzentrums in Texas aufzugeben. Das Projekt war Teil der breiteren Stargate-Initiative, an der SoftBank als Mitfinanzierer beteiligt ist. Streitigkeiten über die Finanzierungsstruktur und veränderte Nachfragebedingungen führten letztlich zum Abbruch der Verhandlungen.

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Der Kursrutsch brachte die SoftBank-Aktie auf den tiefsten Stand seit August 2025 – einer der stärksten Tageseinbrüche des japanischen Tech-Investors seit Monaten.

Parallel dazu weiteten sich die Credit Default Swaps auf fünfjährige SoftBank-Anleihen deutlich aus: von rund 347 Basispunkten Ende vergangener Woche auf etwa 380 Basispunkte am Montagmorgen Tokioter Zeit. Damit bleibt SoftBank der teuerst abzusichernde japanische Konzern am Kreditmarkt – rund 100 Basispunkte weiter als etwa Nissan.

S&P senkt Ausblick, Rekordkredit geplant

Bereits Anfang März hatte S&P den Ausblick für SoftBank von „stabil" auf „negativ" gesenkt. Hintergrund ist die geplante Zusatzinvestition von bis zu 30 Milliarden Dollar in OpenAI, die laut der Ratingagentur die Liquidität und die Qualität der Vermögenswerte belasten könnte. Das Langfrist-Rating „BB+" bestätigte S&P jedoch. Zugleich wies die Agentur darauf hin, dass eine Wiederherstellung der Liquidität länger dauern könnte als erwartet – es sei denn, SoftBank verkauft aktiv Vermögenswerte.

Um die OpenAI-Investition zu finanzieren, sucht SoftBank einem Medienbericht zufolge einen Überbrückungskredit von bis zu 40 Milliarden Dollar mit einer Laufzeit von rund zwölf Monaten – das größte rein in Dollar denominierte Darlehen der Unternehmensgeschichte. Zu den vier Konsortialbanken soll JPMorgan gehören.

Telekommunikation und Arm als Gegengewicht

Nicht alles zeigt nach unten. Die Telekommunikationstochter SoftBank Corp. meldete für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025 einen Umsatzrekord von 5,2 Billionen Yen, ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis stieg ebenfalls um acht Prozent auf 884 Milliarden Yen. Daraufhin hob die Tochter ihre Jahresprognosen an: Umsatz nun 6,95 Billionen Yen (zuvor 6,7 Billionen), operatives Ergebnis 1,02 Billionen Yen.

Zusätzlich profitiert SoftBank von der jüngsten Kursrally bei Arm Holdings, an dem der Konzern eine bedeutende Beteiligung hält. Laut Andrew Jackson, Leiter der Japan-Aktienstrategie bei Ortus Advisors, wird Arm zunehmend durch KI-Wachstum jenseits des Smartphone-Markts angetrieben.

Die Kombination aus negativem S&P-Ausblick, geweiteten Kredit-Spreads und dem konkreten Rückschlag beim Stargate-Projekt stellt SoftBanks Finanzstrategie unter wachsenden Druck. Ob der stabile Telekombereich und die Arm-Beteiligung ausreichen, um die steigenden Kosten der KI-Ambitionen aufzufangen, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen – spätestens wenn die Ratingagenturen erneut bewerten.

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