Micron Technology steht vor einem der stärksten Quartale seiner Unternehmensgeschichte. Am 2. Februar 2026 zog die Aktie deutlich an und markierte einen neuen Rekord bei 455,50 Dollar. Der Grund: Marktforscher prognostizieren drastisch steigende Preise für Speicherchips – und das Unternehmen investiert Milliarden, um von der KI-Nachfrage zu profitieren.

DRAM-Preise steigen um 90 Prozent

Die unmittelbare Ursache für den Kurssprung liegt in einer revidierten Prognose von TrendForce. Das Marktforschungsunternehmen hat seine Erwartungen für das erste Quartal 2026 massiv nach oben korrigiert: DRAM-Vertragspreise sollen nun um 90 bis 95 Prozent gegenüber dem Vorquartal steigen – ursprünglich waren nur 55 bis 60 Prozent prognostiziert worden.

Die Begründung: Käufer aus dem KI- und Rechenzentrumssektor konkurrieren aggressiv um begrenzte Kapazitäten. Anbieter wie Micron dominieren derzeit den Markt. Auch bei NAND-Flash-Speicher wurden die Preiserwartungen angehoben – von 33-38 Prozent auf 55-60 Prozent Zuwachs.

Diese Entwicklung deutet auf eine rasche Expansion der Gewinnmargen hin. Die strukturelle Knappheit bei Hochleistungsspeicher für generative KI bleibt das zentrale Thema.

24 Milliarden Dollar für Singapur

Parallel zur Preisrally bestätigte Micron eine strategische Großinvestition in Asien. Das Unternehmen plant den Bau einer neuen Wafer-Produktionsstätte in Singapur – Investitionsvolumen: rund 24 Milliarden Dollar.

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Die wichtigsten Details:

  • Produktionsstart in der zweiten Hälfte 2028
  • Fokus auf High-Bandwidth Memory (HBM) für KI-Anwendungen
  • Zusätzlich Übernahme einer 12-Zoll-Fabrik (P5) in Taiwan von Powerchip für etwa 1,8 Milliarden Dollar
  • Ziel: Kapazitätserweiterung bei DRAM bis Ende 2027

Die Investitionen zielen direkt auf den Engpass bei HBM-Speicher ab, der für moderne KI-Infrastruktur unverzichtbar ist. Hyperscaler wie Microsoft und Meta haben für 2026 Investitionssteigerungen von 90 bzw. 76 Prozent angekündigt – ein dauerhafter Rückenwind für Microns HBM3E- und kommende HBM4-Produkte.

Analysten heben Kursziele an

Die Reaktion der Experten fiel eindeutig aus. Phillip Securities initiierte am 2. Februar die Coverage mit einer "Buy"-Empfehlung und einem Kursziel von 500 Dollar. Die Begründung: Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage werde sich kurzfristig nicht auflösen.

Zwar bauen auch Wettbewerber wie SK Hynix und Samsung ihre Kapazitäten aus, doch die TrendForce-Daten legen nahe, dass die Versorgungsengpässe im ersten Halbjahr 2026 anhalten werden. Etablierte Hersteller wie Micron behalten damit ihre Preissetzungsmacht.

Die Kombination aus explodierenden Preisen, gezielten Kapazitätsinvestitionen und anhaltender KI-Nachfrage schafft ein außergewöhnlich günstiges Umfeld. Die nächsten Quartalszahlen dürften zeigen, wie schnell sich die verbesserte Preisdynamik in den Ergebnissen niederschlägt.

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