Micron profitiert weiter vom KI-Boom – und von einem Engpass, der die Preise im Speichermarkt nach oben schiebt. Gestern sprang die Aktie um 5,7% und näherte sich damit wieder ihrem 52-Wochen-Hoch. Doch wie nachhaltig ist der Rückenwind, wenn viele HBM-Kapazitäten für 2026 bereits ausverkauft sind?

Wichtige Fakten auf einen Blick:
- Schlusskurs gestern: 437,80 US-Dollar
- Tagesplus: rund 5,5%
- 52-Wochen-Hoch: 455,50 US-Dollar
- Börsenwert: ca. 493 Mrd. US-Dollar

KI-Nachfrage trifft auf knappe HBM-Kapazitäten

Der Treiber bleibt die stark wachsende Nachfrage aus Rechenzentren. Betreiber bauen ihre KI-Infrastruktur aus – und dafür braucht es leistungsfähige Speicherlösungen. Besonders gefragt ist High-Bandwidth Memory (HBM), der unter anderem in neuen GPUs von Nvidia und AMD verbaut wird.

Gleichzeitig bleibt das Angebot knapp. Laut Berichten sind HBM-Produkte bei Micron und wichtigen Wettbewerbern für 2026 bereits ausverkauft. Das unterstreicht, wie eng der Markt derzeit ist.

Auch bei klassischem DRAM macht sich die Knappheit bemerkbar: Die Angebotslage hat die Preise laut Bericht auf das höchste Niveau seit 2019 getrieben.

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Milliardenprojekt in Singapur

Ende Januar kündigte Micron an, rund 24 Mrd. US-Dollar in den Ausbau seiner Wafer-Fertigung in Singapur zu investieren. Geplant sind zusätzlich etwa 700.000 Quadratfuß Reinraumfläche an einem bestehenden NAND-Standort.

Laut Bericht umfasst das Vorhaben unter anderem:
- Start der NAND-Produktion in der zweiten Hälfte von 2028
- rund 1.600 neue Jobs in Fertigungstechnik und Betrieb
- Einsatz von KI, Robotik und „Smart Manufacturing“-Technologien

Parallel entsteht in Singapur zudem eine Advanced-Packaging-Anlage für rund 7 Mrd. US-Dollar. Sie soll High-Bandwidth Memory unterstützen und laut Bericht ab 2027 zur HBM-Versorgung beitragen.

Zahlen geben Rückenwind – Engpass dauert an

Die Verlagerung der Prioritäten hin zu HBM verschärft laut Bericht zugleich die Knappheit bei anderen Speicherchip-Typen. Diese Engpässe könnten demnach bis Ende 2027 anhalten.

Operativ lieferte Micron zuletzt stark ab: Im ersten Geschäftsquartal (Ende am 27. November 2025) meldete das Unternehmen Rekordumsatz von 13,6 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 56% gegenüber dem Vorjahr. Besonders auffällig: Das Cloud-Memory-Segment steuerte rund 5,3 Mrd. US-Dollar bei – etwa doppelt so viel wie ein Jahr zuvor.

Beim Ergebnis legte Micron laut Bericht noch kräftiger zu: Der Gewinn stieg um 175% auf 4,60 US-Dollar je Aktie. Für das zweite Geschäftsquartal, das Ende Februar endet, stellt das Management laut Bericht 18,7 Mrd. US-Dollar Umsatz in Aussicht (+132% zum Vorjahr). Der Quartalsgewinn wird dort mit 8,19 US-Dollar je Aktie beziffert.

Der nächste Ergebnisbericht wird derzeit für etwa Anfang April erwartet und dürfte das laufende zweite Geschäftsquartal abdecken.

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