Micron Aktie: Optimistische Analystenprognose!
Micron profitiert wie kaum ein anderer Chip-Hersteller vom aktuellen KI-Boom. Nach einer enormen Rallye im vergangenen Jahr rückt nun ein frisches „Buy“-Rating in den Fokus, das Parallelen zu einem historischen Speicher-Superzyklus zieht. Entscheidend ist dabei nicht nur der starke Preisanstieg bei DRAM, sondern vor allem die strategische Neuausrichtung des Konzerns weg vom Endverbraucher hin zu hochprofitablen Rechenzentren.
Analysten sehen Parallelen zu 1993
Am 5. Januar haben Analysten auf Seeking Alpha die Aktie auf „Buy“ hochgestuft. Grundlage ist eine strukturelle Knappheit im DRAM-Markt, die an die legendären Engpässe der frühen 1990er-Jahre erinnern soll.
Zwei Kennzahlen stehen im Mittelpunkt dieser optimistischen Einschätzung:
- Die Preise für DRAM sind laut Analyse etwa auf das Vierfache gestiegen.
- Gleichzeitig wachsen die ausgelieferten Bits um rund 20 %.
Diese Kombination aus starkem Preisauftrieb und intaktem Mengenzuwachs deutet auf eine ungewöhnlich ausgeprägte Marktenge hin. Entsprechend rechnen die Analysten damit, dass Micron im Fiskaljahr 2026 seinen Umsatz um bis zu 98 % steigern könnte. Trotz dieser Wachstumsprognosen bleibt die Bewertung laut Artikel vergleichsweise moderat: Die Aktie wird demnach bei etwa dem Vierfachen des erwarteten Buchwerts und dem Fünffachen der avisierten Umsätze für 2026 gehandelt.
CES 2026: Samsung bestätigt Engpass
Rückenwind erhält die Knappheits-These von prominenter Konkurrenzseite. Auf der CES 2026 sprach Samsung-Co-CEO TM Roh offen von einem durch KI ausgelösten Mangel an Speicherchips, der die gesamte Branche betrifft.
Besonders brisant: Das OpenAI-Projekt „Stargate“ soll Schätzungen zufolge allein rund 40 % der weltweiten DRAM-Produktion binden. Dieser Nachfrageschock verschiebt Ressourcen klar in Richtung KI-Infrastruktur.
Die Folgen für klassische Konsummärkte sind deutlich:
- IDC erwartet 2026 einen Rückgang des globalen Smartphone-Absatzes um etwa 5 %.
- Der PC-Markt könnte im gleichen Zeitraum um rund 9 % schrumpfen.
Steigende Komponentenpreise und begrenzte Verfügbarkeit zwingen Hersteller demnach zu höheren Endpreisen oder geringeren Stückzahlen – ein klarer Hinweis, wohin die knappen Speicherchips aktuell bevorzugt fließen.
Strategiewechsel: Raus aus dem Consumer-Geschäft
Micron reagiert offensiv auf diese Verschiebung. Laut Berichten hat der Konzern seine Consumer-Marke „Crucial“ eingestellt. Damit wird die Produktion systematisch aus dem margenschwächeren Retail-Bereich abgezogen.
Die frei werdenden Kapazitäten sollen vollständig in Richtung Datencenter und Unternehmenskunden umgelenkt werden – dorthin, wo die „AI Gold Rush“-Dynamik besonders hohe Margen verspricht. Die vorliegenden Marktdaten untermauern, warum dieser Schritt für Investoren interessant ist:
- Forward-KGV: Rund 8,4 bis 9,2 – im Verhältnis zum erwarteten Wachstum eines der niedrigsten Bewertungsniveaus im S&P 500.
- Umsatzprognose: Der FactSet-Konsens signalisiert für das Fiskaljahr 2026 ein Wachstum von 93 %.
- Sektortrend: Hardwarewerte, insbesondere Speicherhersteller, lassen Software-Titel zu Jahresbeginn 2026 deutlich hinter sich.
Von der Kursseite her notiert die Aktie aktuell nur knapp unter ihrem jüngsten Jahreshoch: Der Schlusskurs von gestern lag bei 310,81 US-Dollar, lediglich gut 1 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 315,42 US-Dollar.
Bewertung, Dynamik und Ausblick
Trotz der starken Kursgewinne wirkt die Bewertung gemessen am erwarteten Gewinn noch zurückhaltend: Das Forward-KGV liegt weiter einstellig. Damit klafft eine spürbare Lücke zwischen der bisherigen Kursperformance und dem noch immer niedrigen Bewertungsmultiplikator.
Der Markt preist zunehmend ein „Supercycle“-Szenario ein, in dem die Nachfrage aus KI-Infrastrukturprojekten das globale Fertigungsangebot mindestens bis 2027 oder 2028 übersteigt. Parallel priorisieren Wettbewerber wie Samsung und SK Hynix ihre Kapazitäten für High Bandwidth Memory (HBM) für KI-Server. Das verknappt das Angebot an Standard-DRAM zusätzlich und stützt die hohen Preise für Microns Kernprodukte.
Kurzfristig spiegelt sich die starke Dynamik auch in technischen Kennzahlen wider: Die Aktie liegt rund 37 % über ihrem 50‑Tage-Durchschnitt, mehr als 120 % über dem 200‑Tage-Durchschnitt und hat ihren 52‑Wochentiefststand von 59,18 US-Dollar mittlerweile um über 400 % hinter sich gelassen. Sollte sich das erwartete Wachstum im laufenden Fiskaljahr bestätigen und der strukturelle Engpass bei DRAM anhalten, bleibt Micron klar in einer Phase, in der fundamentaler Rückenwind und Marktstory ineinandergreifen.
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