Der Speicherchip-Hersteller Micron rüstet sich für den anhaltenden KI-Boom. Nur wenige Tage vor der mit Spannung erwarteten Präsentation der Quartalszahlen hat das Unternehmen den Kauf einer neuen Produktionsstätte in Taiwan abgeschlossen und plant bereits den nächsten Ausbau. Die aggressive Expansion ist eine direkte Antwort auf einen Markt, der durch die enorme Nachfrage nach Rechenzentrums-Hardware förmlich leergekauft ist.

Ausbau in Taiwan gegen den Engpass

Gestern finalisierte Micron die Übernahme des P5-Werks der Powerchip Semiconductor Manufacturing Corporation (PSMC) im taiwanesischen Tongluo. Damit sichert sich der Konzern rund 28.000 Quadratmeter zusätzliche Reinraumfläche für die Produktion von hochmodernen DRAM- und High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM). Das Management ruht sich auf diesem Schritt keineswegs aus: Noch bis Ende des Geschäftsjahres 2026 soll am selben Standort der Bau einer zweiten, ähnlich großen Anlage beginnen.

Ursächlich für dieses Tempo ist die Architektur der begehrten KI-Speicherchips. HBM-Komponenten verbrauchen in der Herstellung dreimal so viel Wafer-Kapazität wie herkömmliche Speicherbausteine. Dies führt zu einem massiven Flaschenhals in der Industrie, auf den Micron mit dem raschen Kapazitätsausbau reagiert.

Ausverkauft bis ins nächste Jahr

Branchenexperten rechnen damit, dass die Knappheit bei DRAM-Chips noch 12 bis 18 Monate anhalten wird, was die Preise im laufenden zweiten Quartal um voraussichtlich 70 Prozent in die Höhe treibt. Micron profitiert von diesem Umfeld enorm: Die gesamte HBM-Produktion für das Kalenderjahr 2026 ist bereits über feste Preis- und Volumenverträge an Kunden vergeben.

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Diese fundamentale Stärke spiegelt sich auch an der Börse wider. Die Aktie kletterte heute um über 4 Prozent auf 387,95 Euro und markierte damit ein neues 52-Wochen-Hoch.

Fokus auf die Quartalszahlen

Mit der erweiterten Produktionsbasis im Rücken richtet sich der Blick der Investoren nun auf den kommenden Mittwoch. Nach US-Börsenschluss wird Micron die Ergebnisse für das Ende Februar abgelaufene zweite Geschäftsquartal vorlegen.

Die Prognosen für das abgelaufene Quartal verdeutlichen die aktuelle Wachstumsdynamik:
* Erwarteter Umsatz: 18,7 Milliarden US-Dollar
* Prognostiziertes Umsatzwachstum: 132 Prozent (gegenüber Vorjahresquartal)
* Erwarteter Gewinnanstieg (EPS): 452 Prozent

Der anstehende Finanzbericht am 18. März wird nicht nur die operative Stärke von Micron belegen, sondern auch als Stimmungsindikator für den gesamten KI-Hardwaresektor dienen. Angesichts geplanter Investitionen von rund 20 Milliarden US-Dollar im laufenden Geschäftsjahr müssen die Zahlen bestätigen, dass die kostspielige Expansionsstrategie des Managements durch entsprechende Cashflows untermauert wird.

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