Rekordauftragsbestand, Rekordumsatz, Rekordmarge — und trotzdem ein Fragezeichen. Rund 200 Millionen Euro an Verteidigungsaufträgen rutschten im vierten Quartal 2025 ins neue Jahr. Genau das bestimmt nun die Erwartungen.

Starke Zahlen mit einem Vorbehalt

Das Geschäftsjahr 2025 verlief operativ beeindruckend: Der Umsatz kletterte um knapp 20 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT stieg auf 230 Millionen Euro — am oberen Ende der eigenen Prognose. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 16,9 Prozent, der ROCE lag mit 23,5 Prozent deutlich über dem selbst gesteckten Ziel von 20 Prozent.

Das Segment Vehicle Mobility Solutions leistete den größten Wachstumsbeitrag mit einem Umsatzplus von 24,8 Prozent auf 872 Millionen Euro. Allein RENK America verbuchte einen Auftragseingang von über 550 Millionen US-Dollar.

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Der Auftragsbestand erreichte zum Jahresende mit 6,68 Milliarden Euro ein neues Allzeithoch. Das Book-to-Bill-Verhältnis lag bei 1,2x — trotz der Verschiebungen, die CEO Alexander Sagel auf Auftragsverzögerungen und Exportbeschränkungen zurückführte.

Wachstum 2026 — aber das Timing zählt

Für 2026 erwartet RENK einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro bei einem bereinigten EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Das Unternehmen sieht Sichtbarkeit auf rund 2 Milliarden Euro an Aufträgen für das laufende Jahr, davon 400 bis 500 Millionen Euro allein im ersten Quartal.

Rückenwind kommt dabei vom deutschen Verteidigungshaushalt: Mit rund 108 Milliarden Euro für 2026 — ein Anstieg von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr — bleibt der wichtigste Heimatmarkt ein verlässlicher Wachstumstreiber. Bis 2028 investiert RENK zudem 325 Millionen Euro in deutsche Standorte, mit Fokus auf Digitalisierung, neue Antriebssysteme und Kapazitätsausbau in Augsburg und Rheine.

Ob die verschobenen Großaufträge — insbesondere aus Deutschland, Polen und weiteren NATO-Staaten — tatsächlich im ersten Quartal gebucht werden, wird der erste echte Belastungstest für die kommunizierte Wachstumssichtbarkeit. Die Aktie notiert aktuell bei 56,41 Euro und damit rund 10 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — der Markt wartet auf die Bestätigung durch Zahlen, nicht durch Prognosen.

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