Der Speicherchip-Gigant Micron profitiert massiv vom anhaltenden KI-Boom. Während große Tech-Konzerne hunderte Milliarden in neue Rechenzentren pumpen, meldet der Zulieferer bereits jetzt erschöpfte Produktionskapazitäten für das laufende Jahr. Vor den anstehenden Quartalszahlen treibt diese fundamentale Stärke Analysten zu immer höheren Kurszielen.

Diese enorme Nachfrage spiegelt sich direkt im Kursverlauf wider. Trotz eines schwachen Marktumfelds zum Wochenausklang – belastet durch geopolitische Spannungen – kletterte das Papier am Freitag um 5,4 Prozent nach oben. Mit einem Schlusskurs von 371,80 Euro markierte der Titel exakt ein neues 52-Wochen-Hoch und entkoppelte sich damit deutlich von den fallenden Leitindizes.

Preismacht durch künstliche Intelligenz

Der Haupttreiber für diesen Optimismus ist die extreme Verknappung bei sogenanntem High-Bandwidth Memory (HBM). Diese speziellen Speicherchips sind für moderne KI-Prozessoren unverzichtbar und binden in der Herstellung die dreifache Wafer-Kapazität herkömmlicher Chips. Das Resultat: Micron hat seine gesamte HBM-Produktion für das Jahr 2026 bereits vollständig verkauft.

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Diese Knappheit verleiht dem Unternehmen eine enorme Preismacht. So zogen die Preise für DRAM- und NAND-Speicher in den ersten Monaten des Jahres bereits um bis zu 60 Prozent an. Branchenexperten gehen davon aus, dass die Unterversorgung bei DRAM-Chips noch mindestens 12 bis 18 Monate anhalten wird.

Analysten passen Modelle an

Angesichts dieser strukturellen Nachfrage und der anstehenden Quartalszahlen passen zahlreiche Investmentbanken ihre Modelle an. Die Erwartung, dass der aktuelle Aufschwung der historisch zyklischen Speicherbranche länger anhält als in früheren Zyklen, zeigt sich in deutlichen Kurszielanhebungen:

  • Aletheia: 650 US-Dollar
  • Stifel: 550 US-Dollar
  • Susquehanna: 525 US-Dollar
  • Wedbush: 500 US-Dollar
  • UBS: 475 US-Dollar

Um die gigantische Nachfrage der Hyperscaler künftig bedienen zu können, baut Micron seine globale Präsenz massiv aus. Neben neuen Anlagen in Indien und Taiwan plant der Konzern einen 100 Milliarden US-Dollar teuren Mega-Komplex im US-Bundesstaat New York, der aktuell allerdings noch mit Umweltklagen konfrontiert ist.

Ob die Rekorderwartungen der Wall Street kurzfristig erfüllt werden, entscheidet sich am kommenden Mittwoch, den 18. März. Nach Börsenschluss wird Micron die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal präsentieren und konkrete Einblicke in die tatsächliche Auftragslage der KI-Infrastruktur liefern.

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