Metaplanet Aktie: Verpatzte Chancen!
Metaplanet gerät nach einer starken Rally wieder unter Druck. Der Grund liegt weniger im operativen Geschäft, sondern vor allem in der jüngsten Schwäche des Bitcoin-Kurses, der deutlich unter 90.000 US-Dollar gefallen ist. Für ein Unternehmen, dessen Wert im Kern an der Größe und Bewertung seiner Bitcoin-Reserven hängt, ist das ein spürbarer Gegenwind.
Enge Kopplung an den Bitcoin-Preis
Die in Tokio gelistete Aktie bewegt sich weiterhin eng im Gleichlauf mit der Kryptowährung. Mit dem Rückgang des Bitcoin auf Tiefs um 87.282 US-Dollar verlor Metaplanet zuletzt rund 1,15 %. Die Korrektur am Kryptomarkt führte innerhalb von 48 Stunden zu Liquidationen von Long-Positionen im Volumen von mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar – ein Umfeld, das auch Bitcoin-nahe Aktien spürbar trifft.
Metaplanet hält aktuell 35.102 Bitcoin in der Bilanz und gehört damit weltweit zu den größten börsennotierten Unternehmenshaltern der Kryptowährung. Für diese Positionen wurden insgesamt etwa 3,78 Milliarden US-Dollar aufgewendet, was einem durchschnittlichen Einstandspreis von rund 102.000 US-Dollar je Bitcoin entspricht.
Bewertungsprämie gegenüber Wettbewerbern
Trotz der jüngsten Kursabgabe hebt sich Metaplanet bei der Bewertung von anderen Bitcoin-Treasury-Unternehmen ab:
- mNAV von 1,37x – die Aktie notiert mit Aufschlag auf den Nettovermögenswert
- 35.102 BTC – aktueller Marktwert rund 3,3 Milliarden US-Dollar
- BTC Yield 2025: 568,2 % (unternehmensseitige Angabe)
- Vanguard baut Position aus – der Vanguard Total International Stock Index Fund (VGTSX) erhöhte seinen Bestand bis Ende Dezember um 11 % auf 15,64 Millionen Aktien
Diese Prämie unterscheidet Metaplanet deutlich von US-Wettbewerbern wie Strategy (mNAV 0,93x) und Semler Scientific (0,88x). Während diese Titel mit Abschlag zum Nettovermögen gehandelt werden und nach Analysteneinschätzung eher im „Reparaturmodus“ agieren, kann Metaplanet theoretisch noch zu kurssteigernden Bedingungen neue Aktien ausgeben.
Größennachteil gegenüber Strategy
Ein zentrales Thema für Anleger bleibt jedoch die Größenlücke zu Strategy in den USA. Strategy erwarb zwischen dem 12. und 19. Januar 2026 insgesamt 22.305 Bitcoin für rund 2,13 Milliarden US-Dollar und meldete den Zukauf am 20. Januar. Allein dieser Wochenkauf entspricht etwa 63 % der gesamten Bitcoin-Bestände von Metaplanet.
Die Zahlen verdeutlichen die Dimensionen im globalen Rennen um Bitcoin-Reserven:
- Metaplanet Gesamtbestand: 35.102 BTC
- Strategy Wochenkauf: 22.305 BTC
- Strategy Gesamtbestand: 709.715 BTC
Die Kapitalstärke des US-Konkurrenten unterstreicht, dass Metaplanet trotz Bewertungsprämie in einer anderen Größenordnung agiert.
Warrant-Programm als Hebel – vorerst blockiert
Nach einem Anstieg der Aktie um rund 90 % seit den Tiefs im Dezember setzte zuletzt eine Korrektur ein. Besonders im Fokus steht dabei das Moving-Strike-Warrant-Programm, mit dem Metaplanet zusätzliches Kapital zur Aufstockung der Bitcoin-Reserven einwerben will.
Das Programm war nach einem Kursrückgang von 80 % gegenüber dem Allzeithoch von 1.930 Yen im Juni ausgesetzt worden. Für die Reaktivierung der 23. Warrant-Serie muss der Aktienkurs 637 Yen erreichen, eine weitere Tranche würde bei 777 Yen ausgelöst.
Solange der Kurs unter diesen Marken bleibt, ruht dieser Finanzierungsmechanismus. Weitere größere Bitcoin-Käufe hängen daher maßgeblich von einer nachhaltigeren Kurserholung der Aktie ab.
Deutliche Outperformance seit Jahresbeginn
Trotz der aktuellen Schwäche fällt die Bilanz seit Jahresbeginn positiv aus. Die Aktie liegt 2026 bislang rund 28,64 % im Plus und schlägt damit den Nikkei 225 deutlich, der im gleichen Zeitraum auf ein Plus von 5,27 % kommt.
Die Spanne der vergangenen zwölf Monate – von 291 Yen bis zum Hoch bei 1.930 Yen – macht zugleich klar, wie stark die Schwankungen bleiben. Für die weitere Entwicklung sind vor allem zwei Faktoren entscheidend: die Richtung des Bitcoin-Preises und die Frage, ob Metaplanet den Aktienkurs wieder in Regionen bringen kann, in denen das Warrant-Programm als Finanzierungsquelle für zusätzliche Bitcoin-Käufe greift.
Metaplanet-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Metaplanet-Analyse vom 22. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Metaplanet-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Metaplanet-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Metaplanet: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








