Die japanische Investmentfirma Metaplanet trotzt der aktuellen Marktskepsis und verzeichnet an europäischen Börsen Kursgewinne, obwohl der Kryptomarkt schwächelt. Dahinter steckt eine aggressive Strategie, die das Unternehmen zunehmend als asiatisches Pendant zu MicroStrategy positioniert. Während Wettbewerber zögern, baut Metaplanet seine Bestände massiv aus – doch wie nachhaltig ist dieser Kurs für Aktionäre?

Aggressive Akkumulation

Anleger reagieren positiv auf die jüngsten Bilanzdaten aus dem Bitcoin For Corporations Annual Report 2026. Metaplanet hat seine Bestände auf beeindruckende 35.102 Bitcoin (BTC) aufgestockt, wobei allein im vierten Quartal 2025 weitere 4.200 Einheiten erworben wurden. Damit steigt das Unternehmen in die Liga der weltweit größten korporativen Bitcoin-Halter auf und rangiert nur noch hinter den US-Giganten der Branche.

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Kapitalerhöhung für Krypto-Käufe

Finanziert wird dieser Hunger nach digitalen Assets durch den Kapitalmarkt. Die Aktionäre genehmigten die Ausgabe von bis zu 550 Millionen neuen Aktien, um rund 130,3 Milliarden Yen (ca. 884 Millionen US-Dollar) einzusammeln. Das Ziel ist eindeutig: Das Kapital fließt explizit in weitere Bitcoin-Akquisitionen. Das Management nimmt dabei bewusst eine Verwässerung der Anteile in Kauf, um langfristig den Bitcoin-Wert pro Aktie zu maximieren.

Abkopplung vom Markt

Während der Bitcoin-Kurs bei rund 88.242 US-Dollar auf Widerstand stößt und unter Verkäufen von Großinvestoren leidet, zeigt sich die Metaplanet-Aktie in Frankfurt (Symbol: DN3) robust bei 2,81 Euro (+1,81 %). Diese relative Stärke deutet darauf hin, dass Investoren den substanziellen Wert des Portfolios honorieren. Der Bitcoin-Schatz des Unternehmens wird aktuell auf über 3 Milliarden US-Dollar taxiert, was eine solide Untergrenze für die Marktkapitalisierung bildet.

Schutz gegen den Yen

Das Unternehmen agiert als Vorreiter eines regionalen Trends. Daten zeigen, dass japanische Konzerne inzwischen etwa 50 Prozent aller nicht-amerikanischen Unternehmens-Bitcoins halten. Angesichts der anhaltenden Yen-Schwäche gegenüber dem Dollar dient die Metaplanet-Aktie vielen Anlegern als doppelter Schutz: Sie bietet Zugang zu einem harten digitalen Asset und sichert gleichzeitig gegen den Wertverlust der heimischen Währung ab.

Fazit

Faktisch hat sich Metaplanet in einen gehebelten Bitcoin-ETF mit angeschlossenem Geschäftsbetrieb verwandelt. Bei einem Bestand von über 35.000 Coins verändert jede Preisschwankung des Bitcoin um 1.000 Dollar den Buchwert des Unternehmens um rund 35 Millionen Dollar. Aktionäre müssen sich auf eine hohe Volatilität einstellen, da die Bewertung des Unternehmens nun untrennbar an die Entwicklung des Kryptomarktes gekoppelt ist.

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