Der aggressive "Bitcoin-First"-Kurs der japanischen Investmentfirma Metaplanet gerät durch die jüngsten Turbulenzen am Kryptomarkt unter Druck. Während die digitalen Assets deutlich korrigieren, summieren sich in der Bilanz des Unternehmens Milliarden an unrealisierten Verlusten. Die Diskrepanz zwischen den hohen Einkaufspreisen und dem aktuellen Marktwert verunsichert die Anleger zunehmend.

Am Freitag gab die Aktie an der Tokioter Börse um 5,56 Prozent auf 340 Yen nach. Auch im europäischen Handel zeigte sich das Papier schwach und notierte auf Tradegate bei etwa 1,60 Euro. Ursächlich für den Verkaufsdruck ist die direkte Korrelation zum Bitcoin-Kurs. Die Kryptowährung fiel am Donnerstag zeitweise um 17 Prozent auf ein Tief von 60.057 Dollar und handelte zuletzt in einer Spanne zwischen 65.000 und 70.470 Dollar – weit entfernt vom Allzeithoch von über 126.000 Dollar im Oktober 2025.

Rote Zahlen in der Bilanz

Ein Blick auf die Bestände verdeutlicht das Ausmaß der Belastung. Metaplanet hält aktuell 35.102 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Erwerbspreis von rund 107.716 Dollar pro Coin. Durch den Kursrutsch sitzt das Unternehmen auf massiven unrealisierten Verlusten. Schätzungen beziffern das Minus auf etwa 39 Prozent, was einem Buchverlust von knapp 1,45 Milliarden Dollar entspricht. Diese Entwicklung belastet die Bilanzstruktur erheblich.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Metaplanet?

CEO hält an Strategie fest

Trotz des Gegenwinds bekräftigte CEO Simon Gerovich den eingeschlagenen Weg. Die Strategie bleibe unverändert: Man werde weiterhin stetig Bitcoin akkumulieren und Einnahmequellen ausbauen. Das ambitionierte Ziel, den Bestand bis Ende 2026 auf 100.000 Einheiten zu steigern, hat weiterhin Bestand.

Zur Finanzierung dieses Vorhabens plant Metaplanet eine Kapitalerhöhung im Umfang von rund 21 Milliarden Yen (135 Millionen Dollar). Die Mittel sollen für weitere Käufe sowie den Schuldendienst verwendet werden. Erst kürzlich hatte das Unternehmen eine Eigenkapitalfinanzierung über 12,2 Milliarden Yen abgeschlossen.

Sektor unter Druck

Metaplanet steht mit diesen Herausforderungen nicht isoliert da. Auch das US-Pendant MicroStrategy verzeichnete für das vierte Quartal 2025 erhebliche Verluste, die primär auf Abschreibungen digitaler Vermögenswerte zurückzuführen waren. Das aktuelle Marktumfeld, geprägt durch Abflüsse aus ETFs und eine allgemeine Risikoaversion, testet die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen mit hoher Krypto-Exposition.

Das Vorgehen von Metaplanet, in einer Phase fallender Kurse mittels Kapitalerhöhungen und Schulden weiter in volatile Assets zu investieren, erhöht das Risikoprofil des Unternehmens signifikant. Der Erfolg dieser Strategie ist nun untrennbar an eine baldige und nachhaltige Erholung des Bitcoin-Preises gekoppelt.

Metaplanet-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Metaplanet-Analyse vom 06. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Metaplanet-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Metaplanet-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Metaplanet: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...