Das japanische Unternehmen Metaplanet hat sich mit einer neuartigen Finanzierungsstruktur frisches Kapital in Höhe von 531 Millionen US-Dollar gesichert. Anstatt herkömmlicher Kapitalerhöhungen koppelt die Firma die Ausgabe neuer Aktien direkt an den Wert ihrer Bitcoin-Reserven. Während das Management damit den Krypto-Bestand massiv ausbauen will, reagieren die Aktionäre in dieser Woche mit deutlichen Verkäufen.

Schutz vor Verwässerung

Der Kern der Kapitalmaßnahme ist eine sogenannte mNAV-Klausel (Multiple to Net Asset Value). Diese legt fest, dass die neu ausgegebenen Optionsscheine nur dann ausgeübt werden dürfen, wenn der Aktienkurs mindestens das 1,01-Fache des modifizierten Nettoinventarwerts erreicht. Dieser Wert setzt die Marktkapitalisierung ins Verhältnis zu den Bitcoin-Beständen des Unternehmens.

Metaplanet will mit diesem Schritt sicherstellen, dass jede neue Aktienausgabe den Bitcoin-Anteil pro Aktie erhöht. Um die bestehenden Investoren zusätzlich abzusichern, setzte das Management die Ausübung älterer Optionsscheine für bis zu 210 Millionen Aktien aus. Insgesamt sammelte das Unternehmen so rund 255 Millionen US-Dollar über eine Aktienplatzierung und weitere 276 Millionen US-Dollar über Optionsscheine mit festem Ausübungspreis bei institutionellen Anlegern ein.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Metaplanet?

Schuldenabbau und interne Transfers

Die frischen Mittel fließen nicht ausschließlich in neue Kryptowährungen. Etwa 132 Millionen US-Dollar nutzt Metaplanet, um bestehende Verbindlichkeiten aus einer Kreditlinie zu tilgen. Weitere knapp 40 Millionen US-Dollar fließen in das Geschäft zur Einkommensgenerierung, unter anderem als Sicherheiten für das Schreiben von Optionen.

Für zusätzliche Unruhe sorgte am Dienstag eine große Transaktion auf der Blockchain. Das Unternehmen verschob 4.986 Bitcoin aus einem Cold Wallet auf fünf neue Adressen. Nach fast drei Monaten ohne Bewegung löste dies Spekulationen am Markt aus. Blockchain-Analysten gehen allerdings von internen Umschichtungen aus und sehen keine Anzeichen für einen Abverkauf.

Unter Wasser, aber auf Expansionskurs

Die Kombination aus komplexer Finanzierung und den Wallet-Bewegungen schickte die Aktie auf Talfahrt. Der Kurs gab am Dienstag bei einem stark erhöhten Handelsvolumen von 61 Millionen Aktien um gut 12 Prozent nach. Bis zum gestrigen Donnerstag rutschte das Papier weiter auf 320 Yen ab.

Ein Blick auf die Bilanz erklärt die Nervosität der Anleger. Metaplanet hält aktuell 35.102 Bitcoin und ist damit der viertgrößte börsennotierte Halter der Welt. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt mit rund 107.000 US-Dollar pro Token jedoch weit über dem aktuellen Marktpreis. Die Reserven sind damit tief im Minus. Dennoch hält das Management an seiner aggressiven Strategie fest: Bis Ende 2026 soll der Bestand auf 100.000 Bitcoin anwachsen, ein Jahr später peilt das Unternehmen sogar 210.000 Token als festen Bestandteil seiner langfristigen Kapitalstruktur an.

Metaplanet-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Metaplanet-Analyse vom 20. März liefert die Antwort:

Die neusten Metaplanet-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Metaplanet-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Metaplanet: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...