Metaplanet Aktie: Doppelte Belastung
Der japanische Bitcoin-Pionier gerät derzeit von zwei Seiten unter Druck. Während der Bitcoin-Kurs sämtliche Gewinne des Jahres 2026 vernichtet hat, verschärft sich die Situation am japanischen Anleihemarkt dramatisch. Für CEO Simon Gerovich wird der Spagat, die aggressive Expansionsstrategie trotz steigender Kapitalkosten fortzusetzen, zunehmend anspruchsvoller.
Gewaltige Maßstabsunterschiede
Ein zentrales Thema für Investoren ist der wachsende Abstand zu den US-Wettbewerbern. CEO Gerovich thematisierte die Dominanz von MicroStrategy, nachdem der US-Konzern allein zwischen dem 12. und 19. Januar 2026 insgesamt 22.305 Bitcoin für rund 2,13 Milliarden US-Dollar erworben hatte.
Diese Menge entspricht etwa 63 Prozent des gesamten Bitcoin-Bestands von Metaplanet. Die Zahlen verdeutlichen den enormen Kapitalbedarf im globalen Akkumulationsrennen:
- Metaplanet Gesamtbestand: 35.102 BTC
- MicroStrategy Wocheneinkauf: 22.305 BTC
- MicroStrategy Gesamtbestand: 709.715 BTC
Obwohl Metaplanet weiterhin der größte korporative Halter in Asien bleibt, setzt das Tempo der US-Konkurrenz das Unternehmen unter Zugzwang, die eigene Strategie zu beschleunigen.
Steigende Kapitalkosten in Japan
Neben der Volatilität des Basiswerts droht Gefahr vom heimischen Kapitalmarkt. Das historisch günstige Zinsumfeld, das Metaplanet die Finanzierung von Bitcoin-Käufen erleichterte, wandelt sich rasant. Die Renditen für 40-jährige japanische Staatsanleihen haben erstmals die 4-Prozent-Marke durchbrochen und notieren bei etwa 4,2 Prozent.
Gleichzeitig stieg der Leitzins der Bank of Japan auf 0,75 Prozent, den höchsten Stand seit fast 30 Jahren. Da sich der Spread zwischen den Finanzierungskosten und der erwarteten Wertsteigerung der Assets verringert, wird die Kapitalbeschaffung mittels Yen-Krediten deutlich teurer und risikoreicher.
Kursrutsch beim Basiswert
Die enge Korrelation zum Bitcoin-Preis bleibt der primäre Werttreiber für die Aktionäre. Der jüngste Rückfall unter die psychologisch wichtige Marke von 90.000 US-Dollar auf Tiefststände um 87.282 US-Dollar belastet den Net Asset Value (NAV) direkt.
Marktdaten zeigen, dass innerhalb von 48 Stunden Long-Positionen im Wert von über 1,5 Milliarden US-Dollar am Kryptomarkt liquidiert wurden. Dieser Verkaufsdruck drückte die Metaplanet-Aktie an der Tokioter Börse auf 515 Yen, was einem Minus von 1,15 Prozent entspricht.
Trotz der institutionellen Unterstützung durch ETFs wie den Invesco Alerian Galaxy Blockchain Users (1,53 Prozent Gewichtung) plant das Management weitere Aktienverkäufe zur Finanzierung neuer Bitcoin-Käufe. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Maßnahmen dürfte angesichts der sinkenden Aktienkurse und der strafferen Liquidität am japanischen Anleihemarkt jedoch deutlich schwieriger werden als noch im Jahr 2025.
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