Meta Platforms sorgt zum Wochenauftakt für gemischte Gefühle, doch die Anleger scheinen sich entschieden zu haben. Trotz schwerwiegender Medienberichte über Einnahmen aus betrügerischen Anzeigen notiert die Aktie im Plus. Der Grund für die Resilienz liegt in einer aggressiven Vorwärtsstrategie: Eine Milliarden-Übernahme im KI-Sektor und ein starkes Analystenvotum drängen die moralischen Bedenken vorerst in den Hintergrund.

Analystenlob und Milliarden-Deal

Treibende Kraft für die positive Stimmung ist eine Doppelmeldung, die das Wachstumspotenzial des Konzerns unterstreicht. Zum einen hat das Analysehaus Jefferies Meta als „Top Pick“ für das Jahr 2026 auserkoren. Analyst Brent Thill sieht trotz allgemeiner Skepsis im Software-Sektor bei Meta besonderes Potenzial und setzte das Kursziel auf 910 USD fest – ein Aufschlag von rund 40 Prozent zum aktuellen Niveau.

Gleichzeitig bestätigen Berichte, dass Meta das KI-Startup Manus für über 2 Milliarden USD übernommen hat. Das junge Unternehmen, das bereits acht Monate nach dem Start jährlich wiederkehrende Umsätze (ARR) von 100 Millionen USD verzeichnete, gilt als Spezialist für autonome KI-Agenten. Dieser Zukauf signalisiert eine strategische Weiterentwicklung: Weg von einfachen Chatbots hin zu komplexen Systemen, die eigenständig Aufgaben erledigen. Damit positioniert sich Meta im Infrastruktur-Wettlauf direkt gegen Microsoft und Google.

Schwere Vorwürfe im Hintergrund

Dass die Aktie (Schlusskurs: 660,90 USD) nicht noch stärker zulegt, dürfte an einer zeitgleich veröffentlichten Recherche von Reuters liegen. Interne Dokumente sollen belegen, dass Meta im Jahr 2024 rund 16 Milliarden USD Umsatz durch sogenannte „Scam Ads“ – also betrügerische Werbeanzeigen – generiert hat. Dies entspräche fast 10 Prozent des Gesamtumsatzes.

Besonders brisant ist der Vorwurf, das Unternehmen habe gezielt Regulierungsmaßnahmen verzögert und auf ein effektives Verifizierungssystem für Werbetreibende verzichtet, um diesen Einnahmestrom nicht zu gefährden. Marktbeobachter sehen hier ein latentes Risiko für erneute regulatorische Eingriffe in den USA und der EU, auch wenn der Markt diese Gefahr heute zugunsten der Wachstumsfantasie ignoriert.

Fokus auf Effizienz und Bewertung

Fundamental profitiert der Titel weiterhin vom strategischen Schwenk weg vom kostspieligen Metaverse hin zu generativer KI. Berichten zufolge werden die Ausgaben für die Sparte Reality Labs, die seit 2021 über 71 Milliarden USD Verlust anhäufte, zugunsten der KI-Entwicklung gedrosselt.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 22,4 erscheint Meta im Vergleich zu anderen „Magnificent Seven“-Werten wie Tesla oder Nvidia optisch günstig. Institutionelle Anleger bleiben jedoch uneins: Während Generate Investment Management die Position zuletzt deutlich ausbaute, reduzierten andere Großanleger ihre Bestände. Auch CFO Susan Li verkaufte kürzlich ein Aktienpaket, was in diesem Kontext beachtet werden sollte.

Der nächste entscheidende Impuls für den Kurs steht am 28. Januar 2026 an. Bei der Vorlage der Quartalszahlen wird das Management nicht nur Rechenschaft über die Integration von Manus ablegen müssen, sondern auch über die möglichen finanziellen und rechtlichen Folgen der aktuellen Betrugsanzeigen-Debatte.

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