Meta macht ernst im Kampf um die KI-Vorherrschaft und diversifiziert seine Lieferketten radikal. Nur eine Woche nach der Einigung mit Nvidia überrascht der Konzern am heutigen Dienstag mit einer umfassenden Partnerschaft mit dem Konkurrenten AMD. Der Deal im Volumen von bis zu 60 Milliarden Dollar dient dabei nicht nur der Hardware-Beschaffung, sondern könnte durch eine ungewöhnliche Aktien-Komponente die Machtverhältnisse im Chip-Sektor neu ordnen.

Angriff auf das Nvidia-Monopol

Die Vereinbarung zielt darauf ab, die Abhängigkeit vom bisherigen Platzhirsch Nvidia zu verringern. Über einen Zeitraum von fünf Jahren plant Meta, AMD-Chips im Wert von bis zu 60 Milliarden Dollar zu beziehen. Im Zentrum stehen dabei die neuen MI450-Grafikprozessoren, die ab der zweiten Jahreshälfte 2026 in Metas Rechenzentren zum Einsatz kommen sollen.

Strategisch brisant ist dabei ein Detail der Vereinbarung: Meta sichert sich Optionen, um bis zu 10 Prozent der AMD-Anteile zu erwerben. Diese Optionsscheine sind an sportliche Kursziele geknüpft und erlauben den Kauf von AMD-Aktien zum symbolischen Preis von einem Cent, sofern der Chip-Hersteller bestimmte Börsenwerte erreicht. Für Meta ist dies ein Weg, direkt vom Erfolg des Partners zu profitieren, den man selbst groß macht.

Strategiewechsel: Alles auf Multi-Vendor

Infrastruktur-Chef Santosh Janardhan machte deutlich, dass die schiere Größe der geplanten Rechenzentren nicht mehr von einem einzelnen Anbieter bedient werden kann. Die Strategie lautet nun Diversifizierung: Neben Nvidia und AMD setzt Meta weiterhin auf eigene Chip-Entwicklungen und führt Berichten zufolge sogar Gespräche mit Google über deren Tensor Processing Units (TPUs).

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Meta?

Diese aggressive Einkaufspolitik spiegelt sich in den enormen Investitionsplänen wider. Für das laufende Jahr 2026 hat Meta Ausgaben (Capex) zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar veranschlagt – ein massiver Sprung gegenüber den rund 72 Milliarden Dollar im Vorjahr.

Sparen beim Personal, Klotzen bei KI

Während Milliarden in die Infrastruktur fließen, zieht das Management intern die Zügel straffer an. Um die explodierenden Kosten abzufedern, wurden die Aktienvergütungen für Mitarbeiter laut Medienberichten erneut gekürzt. Zudem gab es im Bereich Reality Labs Entlassungen, da Ressourcen von Virtual Reality hin zu KI und Wearables verschoben werden.

An der Börse reagierte die Meta-Aktie zuletzt verhalten auf die gigantischen Ausgabenpläne. Mit einem aktuellen Kurs von 539,00 Euro notiert das Papier seit Jahresanfang leicht im Minus (-2,92 Prozent). Investoren dürften nun genau beobachten, ob diese historische Investitionsoffensive die erhofften Wettbewerbsvorteile bringt oder vorrangig die Margen belastet.

Die Botschaft des heutigen Tages ist jedoch eindeutig: Meta ist bereit, astronomische Summen zu zahlen, um die technologische Kontrolle über seine KI-Zukunft nicht einem einzigen Zulieferer zu überlassen.

Meta-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Meta-Analyse vom 24. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Meta-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Meta-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Meta: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...