Meta zieht einen weiteren Schlussstrich unter seine Metaverse-Ambitionen. Ende Januar wird die VR-Meeting-App Horizon Workrooms geschlossen, Nutzerdaten werden gelöscht, der Verkauf der Quest-Headsets für die Plattform endet am 20. Februar 2026. Was auf den ersten Blick wie eine isolierte Produkteinstellung wirkt, ist der letzte Baustein einer radikalen Kehrtwende innerhalb weniger Tage.

Drei Tage, drei Schnitte

Die Chronologie verdeutlicht das Tempo: Am Dienstag, 13. Januar, strich Meta rund 1.000 Stellen in der Sparte Reality Labs – etwa 10 Prozent der Belegschaft. Einen Tag später folgte die Schließung dreier übernommener VR-Spielestudios: Twisted Pixel Games, Sanzaru Games und Armature Studio. Der operative Verlust der Sparte lag im dritten Quartal 2025 bei 4,4 Milliarden Dollar.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Meta?

Anleger reagierten am Freitag gelassen. Die Aktie hielt sich über der Marke von 620 Dollar. Die Märkte werten den Kahlschlag offenbar als überfällige Kostensenkung, nicht als Krisensignal. Der eingesparte Cashflow soll direkt in einen anderen Bereich fließen: künstliche Intelligenz.

KI-Wette verschlingt Kapital

Parallel zum VR-Rückbau sicherte sich Meta den Zugang zu neuen Datenquellen. Am Donnerstag, 15. Januar, gab Wikimedia eine Partnerschaft bekannt, die Meta die kommerzielle Nutzung der Wikipedia-Inhalte für das Training von KI-Modellen erlaubt – urheberrechtlich abgesichert.

Bereits am 9. Januar hatte das Unternehmen einen Energiedeal mit TerraPower und weiteren Anbietern angekündigt: bis zu 4 Gigawatt Atomstrom-Kapazität, um die stromhungrigen KI-Rechenzentren zu versorgen. Analysten rechnen für 2026 mit Investitionsausgaben von bis zu 100 Milliarden Dollar – nicht für VR-Brillen, sondern für Server-Cluster und Wearables wie die Smart-Glasses-Kooperation mit EssilorLuxottica.

Blick auf die Zahlen

Am 28. Januar 2026 legt Meta die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vor. Entscheidend wird die Prognose für die Investitionsausgaben 2026 sein – und die Höhe der Restrukturierungskosten aus den Entlassungen und Studioschließungen dieser Woche. Technisch bewegt sich die Aktie oberhalb der 600-Dollar-Marke. Ein nachhaltiger Ausbruch über 625 Dollar könnte vor den Zahlen neuen Schwung bringen. Analysten wie TD Cowen (Stand: 13. Januar) bleiben vorsichtig optimistisch, mahnen aber, dass die KI-Infrastruktur kurzfristig Geld verbrennt, ohne sofort Erlöse zu generieren.

Meta-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Meta-Analyse vom 16. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Meta-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Meta-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Meta: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...