Meta Aktie: Erfolgsaussichten verstärkt
Meta sortiert sein Zukunftsprojekt neu. Der Konzern kappt Teile des kostspieligen Metaverse-Engagements und lenkt Milliarden stärker in Künstliche Intelligenz und Wearables um. Im Zentrum steht ein radikaler Umbau der Reality-Labs-Sparte – inklusive Studio-Schließungen und mehr als 1.000 Stellenstreichungen. Die Frage dahinter: Wie bringt Meta Vision und Profitabilität wieder besser zusammen?
Harte Schnitte bei Reality Labs
Am heutigen Donnerstag hat Meta eine weitreichende Restrukturierung bei Reality Labs angekündigt. Rund 1.000 Mitarbeitende verlieren ihren Job, etwa 10 % der Belegschaft der Sparte. Damit zieht der Konzern eine erste klare Konsequenz aus den jahrelangen Milliardenverlusten im Metaverse-Bereich.
Gleichzeitig schließt Meta drei übernommene VR-Gamestudios dauerhaft: Armature Studio, Twisted Pixel und Sanzaru Games. Beim Studio Camouflaj, bekannt für Batman: Arkham Shadow, wird das Personal reduziert, mehrere bislang nicht angekündigte Projekte werden komplett eingestellt.
Ein Unternehmenssprecher betonte, die freiwerdenden Ressourcen würden in „Wearables“ und KI-getriebene Hardware umgeleitet. Besonders hervorgehoben wurde die Kooperation mit EssilorLuxottica rund um die Ray-Ban-Meta-Smartglasses, die intern als Erfolg gewertet wird.
Kostenbremse nach Milliardenverlusten
An der Börse kommt dieser Kurswechsel zunächst gut an. Investoren honorieren vor allem die stärkere Kostendisziplin in einem Bereich, der sich bisher als gewaltiger Geldverbrenner erwiesen hat. Reality Labs hat seit 2020 operative Verluste von mehr als 70 Milliarden US-Dollar angehäuft, allein im dritten Quartal 2025 lag das Minus bei 4,43 Milliarden US-Dollar.
Damit sendet CEO Mark Zuckerberg ein wichtiges Signal in Richtung institutioneller Anleger, die den massiven Kapitaleinsatz zuletzt zunehmend kritisch gesehen hatten. Zwar stieg der Konzernumsatz im dritten Quartal 2025 um 26 % auf 51,2 Milliarden US-Dollar, doch geplante Investitionen von 70 bis 72 Milliarden US-Dollar für 2025 galten vielen als überzogen – insbesondere, solange der Metaverse-Bereich kaum sichtbare Erträge liefert.
Durch das Schließen der VR-Gamestudios, die überwiegend zwischen 2020 und 2022 übernommen wurden, macht Meta klar: Die Hardware-Zukunft soll weniger in reinen VR-Spielerlebnissen liegen, sondern stärker in alltagstauglichen, KI-integrierten Geräten. Das passt zum breiteren Branchentrend, bei dem KI-Infrastruktur und Produktivitätsanwendungen deutlich vor experimentelle Konsumtechnik rücken.
Analysten sehen weiter Aufwärtspotenzial
Der Strategiewechsel fällt in eine Phase reger Analystenaktivität zu Jahresbeginn 2026. Insgesamt bleibt das Bild ausgesprochen optimistisch:
- Rosenblatt Securities bestätigte am 14. Januar eine sehr bullische Einschätzung mit einem Kursziel von 1.117 US-Dollar – dem aktuell höchsten Wert in der Analystenlandschaft.
- TD Cowen erhöhte am 13. Januar sein Kursziel auf 820 US-Dollar.
- Wells Fargo senkte das Kursziel zu Wochenbeginn leicht auf 795 US-Dollar, hält aber an einer positiven Bewertung fest.
Laut den vorliegenden Daten gibt es derzeit 93 Kaufempfehlungen bei insgesamt 95 beobachteten Analysten. Das Median-Kursziel liegt bei rund 806 US-Dollar und impliziert damit ausgehend vom aktuellen Niveau ein deutliches Aufwärtspotenzial im Bereich von knapp 30 %.
Der Markt bewertet Meta mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 24,5 – moderat im Vergleich zur eigenen Historie, sofern die neuen KI-Investitionen tatsächlich zu einer spürbaren Verbesserung der Monetarisierung im Kerngeschäft Werbung führen.
Einordnung im Chart und aktuelle Bewertung
Nach einer vorangegangenen Korrektur hat sich die Aktie zuletzt wieder stabilisiert. Der Titel notiert aktuell bei 615,52 US-Dollar und damit rund 13 % unter dem 52‑Wochen-Hoch, gleichzeitig aber deutlich über dem 52‑Wochen-Tief. Der Kurs liegt oberhalb der 50-, 100- und 200-Tage-Durchschnitte, der RSI von 47,1 signalisiert ein neutrales Momentum.
Technisch gilt der Bereich um 600 US-Dollar als wichtige Unterstützung. Auf der Oberseite sehen Marktteilnehmer eine Zone um 625 US-Dollar als kurzfristigen Widerstand. Ein überzeugender Ausbruch darüber – etwa getrieben von starken Quartalszahlen – könnte den Weg in Richtung 700 US-Dollar wieder öffnen. Umgekehrt würde die Marke im Bereich der jüngsten Tiefs nahe 480 US-Dollar wieder in den Blick rücken, falls sich KI-Ausgaben deutlich erhöhen, ohne dass entsprechende Erlöse sichtbar werden.
Ausblick auf die Zahlen Ende Januar
Spätestens mit den Quartalszahlen am 28. Januar 2026 wird sich zeigen, wie konsequent Meta den Spagat zwischen Zukunftsinvestitionen und Profitabilität managt. Der Markt rechnet für das vierte Quartal 2025 mit Umsätzen zwischen 56 und 59 Milliarden US-Dollar.
Besonders im Fokus stehen dabei drei Punkte:
- Capex-Guidance für 2026: Entscheidend wird, ob die Einsparungen bei Reality Labs teilweise in den Ergebnissen ankommen oder nahezu vollständig in KI-Infrastruktur und Rechenleistung reinvestiert werden.
- Entwicklung der Werbeerlöse: Hier braucht der Markt Belege, dass KI-Tools die Anzeigeneffizienz weiter verbessern und sich die hohen Investitionen im Kerngeschäft auszahlen.
- Dynamik im Wearables-Segment: Jede Konkretisierung zur Produktions- und Absatzplanung der Ray-Ban-Smartglasses – intern ist von Zielen im zweistelligen Millionenbereich pro Jahr die Rede – dürfte Hinweise auf die künftige Rolle dieser Sparte im Konzernmix liefern.
Damit wird der Zahlenvorlage Ende Januar eine doppelte Bedeutung zukommen: Sie liefert nicht nur ein Update zur aktuellen Geschäftslage, sondern dient auch als erster Härtetest dafür, ob Metas Schwerpunktverschiebung von Metaverse zu KI und Wearables an der Börse dauerhaft Vertrauen schafft.
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