Merck Aktie: Völlig verzerrtes Bild
Während der Handel in Frankfurt bereits ruhte, sorgte die Notierung der Merck-Papiere in den USA an Silvester für Irritationen. Ein Minus von 4,5 Prozent auf dem dortigen Kurszettel könnte Anleger zum Jahresstart nervös machen. Doch ein Blick in die Orderbücher entlarvt diesen Rutsch als technische Anomalie, während das Unternehmen operativ einen wichtigen Meilenstein in China feiert.
Die Faktenlage im Überblick:
* Xetra-Schluss (30.12.): 122,60 Euro (+0,62 %)
* US-Kurs (31.12.): -4,5 % auf 139,73 USD
* Handelsvolumen USA: Lediglich 19 gehandelte Aktien
* Analysten-Ziel: 150,00 Euro
Warnsignal oder Datenfehler?
Der optisch dramatische Kursrutsch an der US-Börse am 31. Dezember ist mit hoher Wahrscheinlichkeit bedeutungslos. Verantwortlich für das Minus war ein extrem dünnes Handelsvolumen von nur 19 Aktien – ein Wert, der 98 Prozent unter dem dortigen Tagesdurchschnitt liegt. Solche "Low Volume"-Bewegungen an Feiertagen führen häufig zu zufälligen Preisverzerrungen, die den tatsächlichen Marktwert nicht widerspiegeln.
Charttechnisch bleibt das Bild daher stabil. Im Dollar-Raum notiert der Titel trotz des rechnerischen Rücksetzers weiterhin über den wichtigen 50- und 200-Tage-Linien. Solange die Unterstützung bei 136 US-Dollar hält, ist der langfristige Aufwärtstrend nicht gefährdet.
Echter Durchbruch in China
Viel relevanter für die langfristige Bewertung ist eine Nachricht, die kurz vor Weihnachten aus Asien kam. Merck erhielt in China die weltweit erste Zulassung für das Medikament Pimicotinib zur Behandlung von Gelenktumoren. Diese Entscheidung basiert auf starken Daten der Phase-3-Studie MANEUVER. Da China ein kritischer Wachstumsmarkt für die Pharmasparte ist, stärkt dieser Erfolg die fundamentale Basis des DAX-Konzerns erheblich.
Flankiert wird dies durch positive Aussichten im Life-Science-Sektor. Marktanalysen prognostizieren für diesen Bereich bis 2032 ein jährliches Wachstum von 8,6 Prozent, wovon Merck als einer der führenden Ausrüster für die Biotech-Forschung überproportional profitieren dürfte.
Analysten sehen 22 Prozent Potenzial
Die Diskrepanz zwischen dem technischen Ausrutscher in den USA und der fundamentalen Stärke spiegelt sich auch in den Expertenmeinungen wider. Zum Jahreswechsel empfehlen drei Analysten die Aktie zum Kauf und sehen das faire Preisniveau im Schnitt bei 150 Euro.
Dies impliziert vom aktuellen Xetra-Niveau aus ein Aufwärtspotenzial von über 22 Prozent. Auch die US-Großbank JPMorgan bestätigte ihre Einschätzung mit "Overweight", unbeeindruckt von den kurzfristigen Schwankungen im dünnen Feiertagshandel.
Fazit: Fokus auf Xetra-Eröffnung
Die US-Vorgaben vom 31. Dezember sind aufgrund der fehlenden Liquidität als statistisches Rauschen einzuordnen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22 und einer Dividendenrendite von rund 1,8 Prozent bleibt die Bewertung moderat. Entscheidend wird sein, wie der liquide Xetra-Handel im neuen Jahr auf die China-Zulassung reagiert – die fundamentalen Ampeln stehen jedenfalls auf Grün.
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