Merck greift tief in die Tasche: Der Pharmariese übernimmt das klinische Onkologieunternehmen Terns Pharmaceuticals für 53,00 Dollar je Aktie in bar — ein Gesamtwert von rund 6,7 Milliarden Dollar. Bereinigt um die übernommene Liquidität beläuft sich der Nettowert auf etwa 5,7 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Aufschlag von 31 Prozent auf den 60-Tage-Durchschnittskurs.

Im Zentrum des Deals steht TERN-701, ein oral verfügbarer BCR::ABL1-Inhibitor, der aktuell in einer Phase-1/2-Studie bei Patienten mit chronisch myeloischer Leukämie erprobt wird. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte dem Wirkstoff bereits im März 2024 den Orphan Drug Status zuerkannt. Frühe Studiendaten zeigen vielversprechende Ansprechraten bis zur 24. Behandlungswoche.

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Der eigentliche Antrieb hinter dem Zukauf

Hinter der Transaktion steckt mehr als bloßes Wachstumsstreben. Mercks milliardenschweres Krebsmedikament Keytruda — mit einem Jahresumsatz von rund 30 Milliarden Dollar — verliert voraussichtlich 2028 seinen Patentschutz. Der Konzern hat in den vergangenen Monaten konsequent zugekauft, um die drohende Umsatzlücke zu schließen. TERN-701 soll das Hämatologie-Portfolio gezielt ergänzen.

Die Transaktion wurde von beiden Aufsichtsräten bereits gebilligt. Der offizielle Abschluss ist für das zweite Quartal 2026 geplant, vorbehaltlich der Zustimmung der Terns-Aktionäre und kartellrechtlicher Freigaben. Buchhalterisch wird der Deal als Asset-Akquisition behandelt, was im zweiten Quartal 2026 eine einmalige Belastung von rund 5,8 Milliarden Dollar — etwa 2,35 Dollar je Merck-Aktie — nach sich zieht.

Führungsetage kauft Aktien

Parallel zur Deal-Meldung wurden zwei Directors'-Dealings bei Merck KGaA bekannt. Sowohl die Vorsitzende der Geschäftsleitung als auch ein weiteres Mitglied erwarben am 24. März 2026 außerbörslich Aktien zum Kurs von jeweils rund 103,53 Euro. Die Käufe summierten sich auf zusammen über 820.000 Euro. Solche Transaktionen aus der Führungsriege werden von Marktbeobachtern oft als Zeichen gewertet, dass das Management die aktuelle Bewertung für attraktiv hält.

Die Merck-Aktie reagierte auf die Übernahmenachricht mit einem moderaten Kursanstieg von rund 0,4 Prozent im vorbörslichen Handel. Die Terns-Aktie legte im gleichen Zeitraum um mehr als fünf Prozent zu — der Markt honorierte den deutlichen Aufschlag gegenüber dem Vortagesschluss von 50,00 Dollar.

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