Mercedes-Benz Aktie: Drive Pilot vor dem Aus?
Der Stuttgarter Autobauer macht offenbar eine überraschende Kehrtwende bei seinem prestigeträchtigen Fahrassistenzsystem. Ausgerechnet das Level-3-System Drive Pilot, mit dem Mercedes-Benz 2021 als erster deutscher Hersteller eine Zulassung für hochautomatisiertes Fahren erhielt, steht auf dem Prüfstand. Was steckt hinter diesem strategischen Rückzug?
Rückschritt statt Innovation
In der kommenden Neuauflage der S-Klasse soll das hochautomatisierte Fahren nach Level 3 offenbar nicht mehr angeboten werden. Stattdessen plant Mercedes-Benz nur noch ein System nach Level 2. Das bedeutet: Der Fahrer muss künftig wieder permanent auf die Straße achten – ein deutlicher Rückschritt gegenüber der bisherigen "hands-off, eyes-off"-Technologie.
Drive Pilot erlaubt es Fahrern bislang, unter bestimmten Bedingungen vollständig die Kontrolle an das Fahrzeug abzugeben. Der Fahrer wird zum Passagier und muss die Straße nicht länger überwachen. Dieses Feature war bisher in der S-Klasse und dem elektrischen EQS verfügbar – allerdings zu stolzen Aufpreisen zwischen 6.000 und 9.000 Euro.
Kostendruck und Kundenakzeptanz
Die Neuausrichtung deutet auf zwei zentrale Probleme hin: mangelnde Kundenakzeptanz und hoher Kostendruck. Mercedes-Benz will mit der strategischen Anpassung offenbar die Aufstellung beim autonomen Fahren straffen und gleichzeitig Entwicklungskosten einsparen.
Die hohen Zusatzkosten für Drive Pilot könnten ein wesentlicher Grund für die zurückhaltende Nachfrage gewesen sein. Zudem sind die technischen Voraussetzungen für Level-3-Systeme komplex: Sie funktionieren nur unter speziellen Bedingungen wie Autobahnfahrten bis zu bestimmten Geschwindigkeiten.
BlackRock hält die Stellung
Parallel zu diesen strategischen Überlegungen meldete der Vermögensverwalter BlackRock am 12. Januar 2026 eine leichte Verschiebung seiner Stimmrechte an der Mercedes-Benz Group AG. Der Anteil der Stimmrechte aus Aktien liegt nun bei 5,74 Prozent, die Gesamtposition inklusive Instrumente bei 6,19 Prozent. Die Änderung erfolgte nach einer freiwilligen Konzernmeldung mit ausgelöstem Schwellenwert auf Tochterebene.
Für Anleger dürfte die Frage im Raum stehen: Setzt Mercedes-Benz mit dem möglichen Verzicht auf Level 3 auf Pragmatismus – oder verspielt der Konzern damit seinen technologischen Vorsprung im Premiumsegment?
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